{"id":943,"date":"2014-01-12T21:28:59","date_gmt":"2014-01-12T21:28:59","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/cellococktail2-der-berliner-cellharmoniker\/"},"modified":"2014-01-12T21:28:59","modified_gmt":"2014-01-12T21:28:59","slug":"cellococktail2-der-berliner-cellharmoniker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/12\/cellococktail2-der-berliner-cellharmoniker\/","title":{"rendered":"\u00abCelloCocktail2\u00bb der Berliner Cellharmoniker"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/050826.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>17.11.2005 &#8212; Arrangements popul\u00e4rer Werke f\u00fcr Celloensemble sind beliebt. In Berlin setzt sich auch schon Mal das ganze Celloregister aus einem ber\u00fchmten Orchester ab und fr\u00f6nt lustvoll und verspielt dem bauchigen Wohlklang des Instrumentes. Die Idee, ein Ensemble ausschliesslich mit Cellisten zu besetzen, reicht also an und f\u00fcr sich nicht mehr aus, um sich Meriten zu holen. Wer f\u00fcr Celloensembles komponiert oder arrangiert, muss schon \u00fcber gutes Handwerk verf\u00fcgen, um sich behaupten zu k\u00f6nnen. Dies trifft auf die Berliner Cellharmoniker zu. Das Quartett, bestehend aus David Drost, Alexander Kahl, Andreas Kipp und Rouven Schirmer hat es \u2013 um auf eine naheliegende Metapher zur\u00fcckzugreifen \u2013 im Griff.<\/p>\n<p> Ihre j\u00fcngste Einspielung mit dem Titel \u00abCelloCocktail2\u00bb \u2013 im Hybridverfahren als CD und SACD f\u00fcr Mehrkanalwiedergabe \u2013 bietet hohes H\u00f6rvergn\u00fcgen, und dies eben nicht nur, weil da vier \u00fcberaus gewitzte Instrumentalisten lustvoll ans Werk gehen, sondern auch, weil die Adaptionen von Genrest\u00fccklein aus Jazz und Blues, Bossa Nova und Tango, Filmmusik und europ\u00e4ischer Salonmusik auch musikalisch originell und mit Rafinesse aufs Notenblatt und von dort auf die Saiten gebracht worden sind.<\/p>\n<p> Viele der St\u00fccke auf der CD sind von Andreas Kipp f\u00fcr sich und seine drei Kollegen eingerichtet worden, aber auch die Cellharmoniker Alexander Kahl (Chaplins \u00abBathtube Nonsense\u00bb) und Rouven Schirmer (Gerswhins \u00abI Got Rhythm\u00bb) steuern \u00dcbertragungen bei. Ein H\u00f6hepunkt des Albums ist aber unzweifelhaft auch Johan de Meys und Alexander Kleins Einrichtung von allbekannten Reissern aus der Zeit der Italowestern (\u00abA Moment For Morricone\u00bb), die den orchestralen Klang der Filmmusik verbl\u00fcffend authentisch repliziert.<\/p>\n<p> Raum f\u00fcr Weiterentwicklungen hat das Quartett, wenn es darum geht, lateinamerikanische Traditionen auf seine sechzehn Saiten abzubilden. Tango- und Bossa-Nova-Arrangements mit Ausschnitten aus Ohrw\u00fcrmern wie dem Jobim-Klassiker \u00abGarota de Ipanema\u00bb werden auf dieser CD noch durch die europ\u00e4ische Salontradition weichgesp\u00fclt. Dies mag diejenigen st\u00f6ren, die wissen, dass das Cello gerade in der popul\u00e4ren Musik Brasiliens seit jeher eine Sonderrolle gespielt hat (schon Villa-Lobos war ja Cellist) und das Land viele \u00fcberaus geschickte Arrangeure \u2013 allen voran Jaques Morelenbaum \u2013 hervorgebracht hat. Aber auch in Sachen Tango haben viele hervorragende Arrangeure den authentischen \u00abMugre\u00bb, den Schmutz, welcher dem Stil eigen ist, in neuerer Zeit mit raffinierter Klangkultur zu vereinigen gelernt.<\/p>\n<p> Diesen Einschr\u00e4nkungen zum Trotz kann der zweite Cello-Cocktail des Quartettes allen Liebhabern des Genres w\u00e4rmstens ans Ohr gelegt werden. Er weckt \u00fcberdies die Vermutung, dass die vier Herren Live-Auftritte m\u00f6gen und mit fabulierender Spielfreude zum h\u00f6chst vergn\u00fcglichen Erlebnis machen d\u00fcrften.<\/p>\n<p> &#8230;ach ja: Wer die CD nach Ablauf der regul\u00e4ren Spielzeit nicht gleich ausschaltet, erlebt mit etwas Geduld noch eine h\u00fcbsche (pentatonische) \u00dcberraschung&#8230; <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Berliner Cellharmoniker (David Drost, Alexander Kahl, Andreas Kipp, Rouven Schirmer): \u00abCelloCocktail2\u00bb, mit Werken von W.C.Handy, Duke Ellington, George Gershwin, Emmereich Kalman und anderen. Hybride Superaudio-CD mit wahlweise Stereo- und 5.1-Kanal-Wiedergabe, Ars Produktion, LC 06900, zu beziehen unter <a href=\"http:\/\/www.berliner-cellharmoniker.de\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.berliner-cellharmoniker.de<\/a>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17.11.2005 &#8212; Arrangements popul\u00e4rer Werke f\u00fcr Celloensemble sind beliebt. 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