{"id":975,"date":"2014-01-13T09:46:12","date_gmt":"2014-01-13T09:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/historische-orgeln-in-frankreich\/"},"modified":"2014-01-13T09:46:12","modified_gmt":"2014-01-13T09:46:12","slug":"historische-orgeln-in-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/historische-orgeln-in-frankreich\/","title":{"rendered":"Historische Orgeln in Frankreich"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/orgues26307.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>26.03.2007 &#8212; Reisender in Sachen alter Orgeln und Entdecker erlesener Orgelliteratur ist der Schweizer Albert Bolliger. Nicht nur in seiner Heimat bringt er historische Instrumente von der intimen Truhenorgel bis zur gewaltigen Kathedralorgel zum Klingen (bisher liegen neun Alben sowie eine CD mit Aufnahmen der \u00e4ltesten spielbaren Orgel der Welt in Val\u00e8re, Wallis, vor), auch in \u00d6sterreich, Deutschland, D\u00e4nemark und Spanien kombiniert Bolliger kostbare Klangdenkm\u00e4ler mit Repertoire-Rarit\u00e4ten. Und auf den Philippinen realisierte er ein klingendes Portr\u00e4t der Bambusorgel von Las Pi\u00f1as. <\/p>\n<p> Manche dieser Alben, die zur Qualit\u00e4t des Spiels auch bestechen durch in Text und Bild exemplarisch dokumentierende Booklets, sind mit renommierten Preisen bedacht worden. <\/p>\n<p> Andere L\u00e4nder, andere Traditionen, auch im Orgelbau \u2013 im Prospekt, in der Disposition der Register, im Klangcharakter \u2013 und in den Kompositionsstilen. Die mittlerweile drei Alben umfassende Serie Historische Orgeln in Frankreich bringt dies zu Ohren und vor Augen. <\/p>\n<p> Vol. 1 ist der grossen Barockorgel des auch als Verfasser einer \u00abArt du facteur d\u2019orgues\u00bb ber\u00fchmt gewordenen Fran\u00e7ois Bedos de Celles in der Abteikirche Sainte-Croix in Bordeaux gewidmet. Das f\u00fcnfmanualige, in seinem Grundbestand aus dem Jahr 1748 stammende (selbstredend wie alle anderen alten Werke mehrmaligen Restaurierungen unterworfene) Instrument finanzierten die Benediktiner aus dem Verkaufserl\u00f6s ihres hochgesch\u00e4tzten Weissweins. <\/p>\n<p> Zum Teil durch Ver\u00e4usserung von W\u00e4ldern bezahlt wurde die in Vol. 2 dokumentierte viermanualige Orgel der Kathedrale von Saint-Pierre in Poitiers. Gebaut wurde sie zwischen 1787 und 1791 durch Fran\u00e7ois-Henri Clicquot, der besonderen Ruf genoss f\u00fcr seine Zungenregister. <\/p>\n<p> Ins Elsass, nach Ebersmunster, f\u00fchrt das j\u00fcngste Album, Vol. 3 der Reihe. Die Abteikirche beherbergt die 1730\/1731 errichtete dreimanualige Orgel der Silbermann-Dynastie, die viertletzte Arbeit von Andreas Silbermann. Er schuf insgesamt 34 Orgeln, so f\u00fcr die Abteikirche Marmoutier und die M\u00fcnster von Basel und Strassburg. <\/p>\n<p> Auf allen drei CDs bringt Albert Bolliger S\u00e4tze und Sammlungen franz\u00f6sischer Meister des 17. und 18. Jahrhunderts (darunter d\u2019Agincour, Balbastre, Boyvin, Cl\u00e9rambault, Corrette, Louis Couperin, Pierre und Jean-Fran\u00e7ois Dandrieu, Guilain, Leb\u00e8gue, Siret) in \u00abkomponierten\u00bb Programmen zum Erklingen, ber\u00fccksichtigt dabei typische Gattungen des Go\u00fbt fran\u00e7ais wie No\u00ebl-Variationen und Suiten in Kirchentonarten. <\/p>\n<p> Albert Bolliger erweist sich auch hier, wie zu erwarten, als souver\u00e4ner Gestalter in einem Spiel, das besticht durch Noblesse und Nat\u00fcrlichkeit, die aufgesetzte Affekte ausschliesst, durch Akkuratesse in der Artikulation, durch Klarheit und Transparenz und eine meisterliche Kunst der Registrierung und Klangregie, die bis in Details die Harmonie von Instrument, Komposition und Klanggestalt mitzuteilen vermag. <\/p>\n<p> Nicht zu vergessen: Die zum gr\u00f6ssten Teil von Bolliger verfassten, vierfarbig illustrierten Beihefte (dt., frz., engl.) bringen einl\u00e4ssliche Erl\u00e4uterungen zu den Orgeln, ihren Erbauern, den Komponisten und ihren Werken, listen die genauen Registrierungen der einzelnen S\u00e4tze auf und vermitteln kulturhistorische Informationen zu weiteren Themenkreisen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>ws<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Orgues historiques de France, Vol. 1 bis Vol. 3. Albert Bolliger an den Orgeln der Abteikirche Sainte-Croix in Bordeaux (Sinus 3001; 68\u2019), der Kathedrale von Saint-Pierre in Poitiers (Sinus 3002; 67\u2019) und der Abteikirche von Ebersmunster (Sinus 3003; 57\u2019).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26.03.2007 &#8212; Reisender in Sachen alter Orgeln und Entdecker erlesener Orgelliteratur ist der Schweizer Albert Bolliger. 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