{"id":990,"date":"2014-01-13T09:53:28","date_gmt":"2014-01-13T09:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/rebekka-hartmann-spielt-violin-solosonaten\/"},"modified":"2014-01-13T09:53:28","modified_gmt":"2014-01-13T09:53:28","slug":"rebekka-hartmann-spielt-violin-solosonaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/rebekka-hartmann-spielt-violin-solosonaten\/","title":{"rendered":"Rebekka Hartmann spielt Violin-Solosonaten"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/071108hartmann.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>08.11.2007 &#8212; Die 1981 geborene Rebekka Hartmann hat ihre Grundausbildung bei verschiedenen renommierten M\u00fcnchner Violinlehrern absolviert und ist schliesslich in Kalifornien von Alice Sch\u00f6nfeld zur Konzertreife gebracht worden. In den letzten Jahren hat sie sich als Preistr\u00e4gerin hochklassiger Wettbewerbe \u2212 darunter ein erster Preis beim Bayreuther Concours \u00abPacem in Terris\u00bb \u2212 empfohlen. Das erlaubt ihr heute auch, eine Stradivari-Geige zu spielen, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verf\u00fcgung gestellt wird \u2212 und dies durchaus zu Recht: Mit ihrer weitherum hochgelobten CD-Deb\u00fct stellt sie einerseits eine beachtliche technische Perfektion, andererseits Geschmackssicherheit in der programmatischen Zusammenstellung unter Beweis.<\/p>\n<p> Den \u00fcberzeugenden Abschluss der CD macht die Sonate von Bernd Alois Zimmermann, die am 8. Juli von Helmut Zernick an den Internationalen Ferienkursen f\u00fcr Neue Musik Darmstadt uraufgef\u00fchrt worden ist und eine f\u00fcr heutige Ohren klanglich recht konventionell-expressive Zw\u00f6lftonkomposition in drei S\u00e4tzen darstellt. Sie schliesst mit einer Toccata ab, die mit dem \u00abB-A-C-H\u00bb-Motiv den Bogen zum ersten Werk der CD zur\u00fcckschl\u00e4gt, zu Bachs Partita II in d-Moll, BWV 1004. Zwischen den beiden Werken steht die Solosonate op.11, Nr. 6 von Hindemith, die auf hervorragende Weise das t\u00f6nende Universum des Thomaskantors mit dem Klangkosmos der beginnenden Avantgarde verbindet und von Hartmann auf hohem Niveau und solide ausgedeutet wird. Dasselbe gilt auch f\u00fcr die Zimmermann-Sonate.<\/p>\n<p> Im Gegensatz zu den Werken von Hindemith und Zimmermann ist die Bach-Partita bereits unz\u00e4hlige Male eingespielt worden, zahlreiche hervorragende Geiger haben damit ihre Meisterpr\u00fcfung abgelegt (zu unseren Favoriten geh\u00f6rt zweifelsohne die Version von Hansheinz Schneeberger). Da ist die Messlatte hoch gelegt worden, und eine Rechtfertigung f\u00fcr eine weitere Variante scheint schwierig. Denoch gelingt es Hartmann, dem Interpretations-Mosaik ein weiteres Steinchen hinzuzuf\u00fcgen: Laut CD-Booklet greift sie eine Spekulation der Musikwissenschaftlerin Helga Thoene auf, wonach Bach mit den Partitas den Tod seiner Frau Maria Barbara Bach verarbeitet hat und insbesondere die Chaconne als \u00abTombeau\u00bb f\u00fcr seine verstorbene Frau gesehen werden kann.<\/p>\n<p> Der seidig-schimmernde Klang der Stradivari (oder Hartmanns Spielart) und die eher elegant-galant anmutende Auffassung der Tanzs\u00e4tze der Partita scheinen einer solchen H\u00f6rweise allerdings nicht unbedingt Folge zu leisten. Hartmanns Bach ist zwar fl\u00fcssig und souver\u00e4n, mangelt aber doch noch der Feinarbeit und des organischen Atems. So bleibt er aber doch immerhin ein Versprechen, das auf die k\u00fcnftige k\u00fcnstlerische Entwicklung der Geigerin neugierig macht.<\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Rebekka Hartmann: Solowerke von Bach (BWV 1004), Hindemith (op. 11, Nr.6) und Zimmermann (Sonate f\u00fcr Violine solo, 1951), Farao Classics B 108029, aufgenommen in den Farao-Studios im Februar 2006.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08.11.2007 &#8212; Die 1981 geborene Rebekka Hartmann hat ihre Grundausbildung bei verschiedenen renommierten M\u00fcnchner Violinlehrern absolviert und ist schliesslich in&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tontraeger-besprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=990"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/990\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}