{"id":992,"date":"2014-01-13T09:54:24","date_gmt":"2014-01-13T09:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/das-trio-nota-bene-spielt-russische-klaviertrios\/"},"modified":"2014-01-13T09:54:24","modified_gmt":"2014-01-13T09:54:24","slug":"das-trio-nota-bene-spielt-russische-klaviertrios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/das-trio-nota-bene-spielt-russische-klaviertrios\/","title":{"rendered":"Das Trio Nota Bene spielt russische Klaviertrios"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2007\/071211notabene.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/> 11.12.2007 &#8212; \u00abEin \u00e4usserst edles Ensemble allerersten Ranges\u00bb sei es, meint der franz\u00f6sische Komponist Henri Dutilleux. Die drei Walliser, der Pianist Lionel Monnet, der Cellist Xavier Pignat und der Geiger Julien Zufferey, haben sich am Konservatorium von Lausanne ihr musikalisches R\u00fcstzeug erworben und sind zur Zeit daran, ihr Ensemblespiel in Paris beim Trio Wanderer zu vervollkommnen. Nachdem sie sich in der Welschschweiz bereits einen hervorragenden Namen geschaffen haben, schicken sie sich nun an, die grossen internationalen B\u00fchnen zu erobern: Im April 2008 bietet sich ihnen die Gelegenheit, sich im Amsterdamer Concertgebouw zu empfehlen. Auf dem Programm stehen f\u00fcr das Rezital Werke von Rachmaninow, Schostakowitsch, Tscherepnin und Arenksy. Drei davon hat das Trio im Juli letzten Jahres im Studio Tibor Varga in Grimisuat bei Sion f\u00fcr das Label Claves bereits eingespielt.<\/p>\n<p> In Sachen Repertoire am interessantesten ist auf der CD sicher Anton Stepanovich Arenskys Klaviertrio d-Moll op. 32. Es d\u00fcrfte wenig bekannt sein, auch wenn es vom renommierten Beaux Arts Trio f\u00fcr Philips auf Platte eingespielt worden ist (dessen Pianist Menahem Pressler hat das Trio Nota Bene nota bene an einem Meisterkurs in Basel geschult). Arensky galt lange Zeit als Tschaikowsky-Epigone, hat aber durchaus zur eigenen Handschrift gefunden. Im d-Moll-Trio verneigt er sich einerseits vor der russischen Celloschule, dessen zeitgen\u00f6ssischem Exponenten Karl Davidov das Werk gewidmet ist, andererseits inspiriert er sich an Mendelssohn. Auffallend in dem Werk ist der trotz aller Melancholie spr\u00fchende Einfallsreichtum an musikantischen Spielformen und der \u00fcberaus virtuos gehaltene Klavierpart. Letzterer gibt Lionel Monnet die Gelegenheit, seine instrumentalen Fertigkeiten im besten Lichte erscheinen zu lassen.<\/p>\n<p> Das Rachmaninov-Trio ist ein eins\u00e4tziger, rund viertelst\u00fcndiger Torso in Sonatenhauptsatzform, der zwei Jahre vor dem Arensky-Trio als Jugendwerk verfasst worden ist. Er klingt mit einem klanglich k\u00fchnen Trauermotiv aus, das die Pranke des werdenden grossen Tonsch\u00f6pfers erahnen l\u00e4sst. Auch hier spielt das Klavier eine gewichtige Rolle, und auch hier zeigt sich Monnet als Herr aller Lagen.<\/p>\n<p> Mit Schostakowitschs zweitem Klaviertrio schliesslich messen sich die drei Walliser an einer reichen Interpretationsgeschichte der ganz grossen Kammermusikliteratur des 20.Jahrhunderts. Das Trio empfiehlt sich dabei mit kompaktem Klang, forschem Zugriff und expressiver Feinarbeit als Ensemble mit hohem Potential. Wenn etwas an der Einspielung ein wenig zu irritieren vermag, dann h\u00f6chstens die vermutlich ein bisschen zu nahe oder direkte Mikrofonierung der Violine. Sie l\u00e4sst das Instrument eher trocken und k\u00f6rperlos klingen. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>cf<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Trio Nota Bene: Rachmaninovs erstes Klaviertrio g-Moll, Arenskys Klaviertrio d-Moll op. 32, Schostakowitschs zweites Klaviertrio op. 67. 2007 Claves Records, Pully (Switzerland), claves 50-2720. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.12.2007 &#8212; \u00abEin \u00e4usserst edles Ensemble allerersten Ranges\u00bb sei es, meint der franz\u00f6sische Komponist Henri Dutilleux. 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