{"id":996,"date":"2014-01-13T09:56:36","date_gmt":"2014-01-13T09:56:36","guid":{"rendered":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/haydns-il-ritorno-di-tobia-neu-entdeckt\/"},"modified":"2014-01-13T09:56:36","modified_gmt":"2014-01-13T09:56:36","slug":"haydns-il-ritorno-di-tobia-neu-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/2014\/01\/13\/haydns-il-ritorno-di-tobia-neu-entdeckt\/","title":{"rendered":"Haydns \u00abIl ritorno di Tobia\u00bb neu entdeckt"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"txt-m-black\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/bilder\/2008\/080201haydn.jpg\" border=\"0\" align=\"left\" \/>04.02.2008 &#8212; Haydns drittes (eigentlich erstes) Oratorium \u00abIl ritorno di Tobia\u00bb ist im Gegensatz zu den beiden Publikumslieblingen \u00abSch\u00f6pfung\u00bb und \u00abJahreszeiten\u00bb in den letzten Jahrhunderten fast v\u00f6llig untergegangen. Daf\u00fcr d\u00fcrfte eine Verkettung ung\u00fcnstiger Umst\u00e4nde verantwortlich sein: Zum einen ist die biblische Geschichte des Tobias, der aus der Fremde zur\u00fcckkehrt und seines Vaters Blindheit heilt, heute kaum mehr ein Stoff, der Oratorienliebhaber anzieht. Zu sehr scheint die beschauliche und konfliktarme Erz\u00e4hlung wie Erbauungsliteratur f\u00fcr brave B\u00fcrger. \u00dcberdies dauert \u00abIl ritorno di Tobia\u00bb ganze drei Stunden und mutet vor allem der Interpretin der Anna, der Mutter des Titelhelden, einiges zu. Es existieren denn auch gerade mal zwei Aufnahmen von dem Werk. Die eine unter der Leitung von Ferenc Szekeres stammt aus dem Jahr 1975, die andere ist von Antal Dorati 1979 dirigiert worden.<\/p>\n<p> Nun hat Andreas Spering das Werk neu entdeckt und mit dem Vokalensemble K\u00f6ln, der Capella Augustina und einem hochkar\u00e4tigen Quintett aus Roberta Invernizzi (Rafaelle, Sopran), Sophie Karth\u00e4user (Sara, Sopran), Ann Hallenberg (Anna, Alt), Anders J. Dahlin (Tobia, Tenor) und Nikolay Borchev (Tobit, Bass) erstmals mit historischen Instrumenten eingespielt. Die Aufnahme ist im September 2006 im Sendesaal des Funkhauses K\u00f6ln des Deutschlandfunks realisiert worden.<\/p>\n<p> Mehrere Dinge f\u00fcgen sich dabei gl\u00fccklich zusammen: So ist die Musik von Haydns Jugendwerk in den grossen Formen genauso \u00fcberzeugend wie sie in der Gestaltung des Textes einfallsreich, farbig und trotz aller Erbaulichkeit streckenweise sehr dramatisch wirkt \u2212 die drei Stunden verfliegen beim Anh\u00f6ren und Staunen ob der Qualit\u00e4t des Werkes buchst\u00e4blich im Flug. Die Kurzweil ist auch das Verdienst der fast durchwegs \u00fcberzeugenden Ausf\u00fchrenden (einzig der Tenor Anders J. Dahlin scheint im Orchester etwas unterzugehen). Zudem hat Spering in Sachen Interpretation ganze Arbeit geleistet. Das wendige Instrumentarium des 18. Jahrhunderts \u00fcberzeugt in nie erlahmender Spielfreude mal mit lautmalerischen, mal mit angriffigen, aber auch mit behutsamen Kl\u00e4ngen.<\/p>\n<p> Den drei CD der Box ist ein informatives Booklet beigelegt. Es umfasst einen detaillierten Einf\u00fchrungsessay und den Originaltext des Librettos in Italienisch. Ein deutsche \u00dcbersetzung des Textbuches wird unter der Webadresse <a href=\"http:\/\/www.naxos.com\/libretti\/570300.htm\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.naxos.com\/libretti\/570300.htm<\/a> bereitgestellt. <\/span> <span class=\"txt-m-black\">(<em>wb<\/em>)<\/span><\/p>\n<p><\/p>\n<p> <center> <\/p>\n<table style=\"width: 430px;\" summary=\"linie\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" bgcolor=\"#666666\" height=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/212.60.37.143\/grafiken\/dbrown1x1.gif\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/center> <\/p>\n<p><span class=\"txt-s-black\">Haydn: Il ritorno di Tobia (Invernizzi, Karth\u00e4user, Hallenberg, Dahlin, Borchev), Vokalensemble K\u00f6ln, Capella Augustina, Andreas Spering (Leitung), Naxos 8.570300-02.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>04.02.2008 &#8212; Haydns drittes (eigentlich erstes) Oratorium \u00abIl ritorno di Tobia\u00bb ist im Gegensatz zu den beiden Publikumslieblingen \u00abSch\u00f6pfung\u00bb und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tontraeger-besprechungen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codexflores.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}