| Besprechung vom 12.10.2006 | |
| In der «Codex-flores»-Kritik heisst es: «So merkte ein Methodologe der Universität Wien in einer Publikumsdiskussion Bedenken an den methodischen Grundlagen der Studien an. Nach seiner Erfahrung träten bei aussergewöhnlichen Stimulationen immer positive Wirkungen auf, und alleine die Unmengen an psychologischen Tests, welche die Schüler offensichtlich zu absolvieren hatten, müsse ja deren Intelligenzquotienten zum Vorteil gereicht haben, spottete der Zuhörer». Diese («spöttische») Kritik eines Wiener Lehrstuhlinhabers muss ich als vordergründig, uninformiert, ja als anmassend (weil ohne Kenntnis der experimentellen Bedingungen) und beifallheischend zurückweisen. Dazu meine Richtigstellung: Leider zeigt dieser Einzelfall symptomatisch wie drastisch, dass sogar zu viele «Experten» über die Studie reden, ohne sie studiert zu haben. Nicht wenige holen sich die Informationen offensichtlich nur aus Berichten der Tagespresse und Rezensionen der Fachzeitschriften, sozusagen aus 2. oder 3. Hand – statt sich mit der Originalquelle (Musik und ihre Wirkung, Schott Musik Mainz 2000, ca. 750 Seiten) auseinander zu setzen. Dieses Verhalten ist unwissenschaftlich und in hohem Masse unkollegial. Fazit: So mancher Kritiker schimpft andere Langohr und ist selbst der Esel. |
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| Prof. Dr. Hans Günther Bastian (verantwortlicher Autor der Studie) |
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