27.01.2014 — Das renommierte französische Quatuor Ysaÿe hat sich nach 30 Jahren aufgelöst. Sein letztes Konzert hat es in der Pariser Cité de la Musique im Rahmen einer Streichquartett-Biennale absolviert.
27.01.2014 — Das renommierte französische Quatuor Ysaÿe hat sich nach 30 Jahren aufgelöst. Sein letztes Konzert hat es in der Pariser Cité de la Musique im Rahmen einer Streichquartett-Biennale absolviert.
1984 gegründet, wurde das Quatuor Ysaÿe bald zu einem der führenden Ensembles seiner Generation. Die vier Franzosen arbeiteten mit Walter Levin vom La Salle Quartett und mit dem Amadeus Quartett in Köln und gewannen bereits 1988 den ersten Preis beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian – als erste französische Formation überhaupt.
Seit 2003 veröffentlichte das Quartett seine Aufnahmen bei einem eigenen Plattenlabel namens Ysaÿe Records, unter anderem Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schumann, Fauré, Franck und Magnard. Zusätzlich zum klassischen Quartettrepertoire spielte es neue und zeitgenössische Musik von Komponisten wie André Boucourechliev, Pascal Dusapin, Frank Krawczyk, Eric Tanguy oder Thierry Escaich ein. 2006 hat das Ensemble im Wiener Konzerthaus gemeinsam mit Paul Meyer ein neues Klarinettenquintett uraufgeführt.
Im selben Jahr beschäftigte sich das Quatuor Ysaÿe intensiv mit dem Schaffen von Joseph Haydn, dessen 69 Quartette beim Festival in Besançon auf dem Programm standen. Nach diesem Riesenprojekt interpretierten die Musiker 2008 alle Quartette von Beethoven im Pariser Musée d’Orsay. (cf)