13.03.2014 — Zeichen des medialen Wandels: Laut dem britischen Musikpublizisten Norman Lebrecht hat die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ihre Seite mit CD-Besprechungen drastisch zusammengestrichen.
13.03.2014 — Zeichen des medialen Wandels: Laut dem britischen Musikpublizisten Norman Lebrecht hat die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ihre Seite mit CD-Besprechungen drastisch zusammengestrichen.
Musikjournalisten fragen sich immer mal wieder, ob ihre Texte Auswirkungen auf die Umsätze der Labels haben. Im Falle der FAZ soll ein solcher von einem lokalen Frankfurter Händler bestätigt worden sein, schreibt Lebrecht. Eine Besprechung einer C.P.E.-Bach-CD durch die [herausragende, Cf] Rezensentin Eleonore Büning habe lokal zu einem deutlichen Anstieg der Verkäufe geführt.
Dass die FAZ die CD-Besprechungen mutmasslich weitgehend aufgibt (von einer ganzen Seite auf eine bis keine Besprechung), ist ein Zeichen mehr dafür, dass der Musikdiskurs sich von den CD-Lancierungen definitiv wegbewegt hat. Verantwortlich dafür ist ein paradoxes Phänomen: Nicht die immer geringeren Verkaufszahlen sind für die faktische ästhetische Irrelevanz von CD-Produktionen verantwortlich, sondern die nach wie vor steigende Massenflut an Produktionen. (cf)