30.04.2014 — Ob Alexander Pereira sein Amt als Intendant der Mailänder Scala tatsächlich antreten wird, ist nicht mehr so sicher. Italienische und österreichische Medien berichten von Neuerwägungen zu der Personalie.
30.04.2014 — Ob Alexander Pereira sein Amt als Intendant der Mailänder Scala tatsächlich antreten wird, ist nicht mehr so sicher. Italienische und österreichische Medien berichten von Neuerwägungen zu der Personalie.
Anlass der Neuverhandlungen sind Opernproduktionen der Salzburger Festspiele, die Pereira als Noch-Leiter in Salzburg faktisch sich selber als künftigem Intendant der Scala nach Mailand verkauft hat. Vermutet wird dahinter das Bemühen, das finanzielle Resultat in Salzburg auf Kosten der Scala aufzubessern. Laut der Zeitung La Stampa soll Pereira zu einem Verzicht auf den Mailänder Posten bewegt werden. Hinter einem entsprechenden Komplott (O-Ton ORF) sollen Vertreter der Region Lombardei sowie die beiden Repräsentanten des Kulturministeriums im Scala-Aufsichtsrat stehen
Wie das österreichische Radio und Fernsehen (ORF) weiter schreibt, könnten für Pereiras Zukunft die Stimmen des einflussreichen Vizepräsidenten des Aufsichtsrats, Bruno Ermolli, sowie der beiden Banker Giovanni Bazoli und Aldo Poli entscheidend werden.
Vorerst ist zunächst einmal die Präsentation des neuen Spielplanes der Scala verschoben worden. Mailands Bürgermeister Giuliano Pisapia, der im Scala-Kontrollorgan sitzt, will sich laut ORF mit der Salzburger Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler persönlich aussprechen oder einen Vertreter nach Salzburg entsenden, um die Hintergründe des Operndeals zu ergründen. (cf)