24.06.2014 — Die Festspiele Zürich stehen heuer unter dem Motto «Prometheus – Entfesselung der Kräfte», mit der Aufführung von Luigi Nonos «Prometeo» als Kernstück. Die Tonhalle-Gesellschaft Zürich nimmt dies zum Anlass, in ihrem Festspielprogramm einen thematischen Schwerpunkt auf den italienischen Komponisten zu legen.
24.06.2014 — Die Festspiele Zürich stehen heuer unter dem Motto «Prometheus – Entfesselung der Kräfte», mit der Aufführung von Luigi Nonos «Prometeo» als Kernstück. Die Tonhalle-Gesellschaft Zürich nimmt dies zum Anlass, in ihrem Festspielprogramm einen thematischen Schwerpunkt auf den italienischen Komponisten zu legen.
Dieses Jahr wäre Luigi Nono 90 Jahre alt geworden. Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod gilt er als einer der grössten europäischen Komponisten seiner Zeit – und wird dennoch nur selten gespielt. Besonders selten zu erleben ist Nonos Opus magnum «Prometeo», das am 2. Juli 2014 im Rahmen der Festspiele Zürich in der Tonhalle aufgeführt wird. Das Konzert war innert kurzer Zeit ausverkauft.
Das Collegium Novum präsentiert im Rahmen des Schwerpunktes am 27. Juni eine «Omaggio a Luigi Nono», in dren Rahmen neben einem frühen Werk zwei in zeitlicher Nähe zum «Prometeo» entstandene Kompositionen präsentiert werden. Kontrastiert wird dieses Präludium zur «Prometeo»-Aufführung von einem Werk seines italienischen Landsmannes und Zeitgenossen Giacinto Scelsi.
Am 29. Juni lässt sich im Vorfeld der Aufführung des «Prometeo» im Rahmen einer Matinee der Reihe «Wahlverwandtschaften Literatur und Musik» am 29. Juni erleben. Die Koproduktion von Literaturhaus Zürich und Tonhalle-Orchester Zürich geht im Kleinen Saal der Tonhalle den Anstössen nach, die Nono durch literarische Werke und die polyphone Vokalmusik der Renaissance erhalten hat.
Das Quatuor Diotima präsentiert am 1. Juli «Fragmente – Stille, an Diotima». Anspruchsvoll ist das Werk nicht nur für die Interpreten, sondern auch für das Publikum, spielt es sich doch fast permanent an der Grenze zur Stille ab. Aus der Stille heraus tauchen punktuell fremdartige, aufgrund extremer Spieltechniken der Streicher fast elektronisch anmutende Klang-Inseln heraus. Am 1. Juli treten zwei Studierende der Zürcher Hochschule der Künste mit Nonos «… sofferte onde serene …» für Klavier und Tonband auf, das Nono für seinen Freund, den Pianisten Maurizio Pollini, nach der gemeinsamen Erfahrung des Verlustes engster Angehöriger schrieb.
Die Festspiele Zürich werden gemeinsam von Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Kunsthaus Zürich, Tonhalle-Orchester Zürich und weiteren Kulturinstitutionen der Stadt und des Kantons Zürich veranstaltet. (cf)