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DFG finanziert Tanzwissenschafts-Forschungprojekt

03.07.2014 — Mit 1,2 Millionen Euro aus dem Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird an der Uni Leipzig das Projekt Ritualdesign für die Ballettbühne: Konstruktionen von Volkskultur im europäischen Theatertanz (1650-1760) finanziert.

 

03.07.2014 — Mit 1,2 Millionen Euro aus dem Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird an der Uni Leipzig das Projekt Ritualdesign für die Ballettbühne: Konstruktionen von Volkskultur im europäischen Theatertanz (1650-1760) finanziert.

 

Im Rahmen des Projektes soll aus theater-, tanz-, musik- und kostümwissenschaftlicher Perspektive untersucht werden, wie sich Spuren von Volkskultur einerseits und konstruierte Rituale andererseits im höfisch geprägten europäischen Theatertanz des 17. und 18. Jahrhunderts manifestiert haben. Über die Ballettbühnen Europas seien zwischen 1650 und 1760 etliche Figurentypen getanzt, die ausserhalb der Grenzen jener höfisch geprägten Gesellschaftsschicht angesiedelt waren, die sie hervorbrachte – wie etwa historische und mythologische Charaktere oder Figuren, die Provinzen, Nationen und Erdteile oder auch die Künste und Berufsstände repräsentierten.

 

Geleitet wird das Projekt von Hanna Walsdorf, die bis zum Wechsel an die Universität Leipzig bei Silke Leopold im musikwissenschaftlichen Teilprojekt des SFB 619 Ritualdynamik an der Universität Heidelberg tätig war, aus dem die Idee für das Emmy-Noether-Projekt hervorgegangen ist. 2009 promovierte Walsdorf am Lehrstuhl für Tanzwissenschaft an der Universität Salzburg bei Claudia Jeschke; 2011 wurden ihre Forschungsarbeiten mit dem Tanzwissenschaftspreis NRW ausgezeichnet.

 

Ziel der fünfjährigen Förderung der DFG ist es, herausragenden Nachwuchswissenschaftlern mit einem  Forschungsprojekt die Möglichkeit zu geben, sich durch eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe, verbunden mit qualifikationsspezifischen Lehraufgaben, auf direktem Wege für eine wissenschaftliche Leitungsaufgabe, insbesondere als Hochschullehrer, zu qualifizieren. Die Leitung beinhaltet auch, Mitarbeiter zur Promotion zu führen. (cf)

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