09.09.2014 — Alexander Pereira hat einiges unternommen, um den Tenor Roberto Alagna wieder an die Scala zurückzubringen, von deren Bühne dieser 2006 nach Buhs der Loggionisti wütend gestürmt war. Er hätte nun diese Saison mit Massenets Werther zurückkehren sollen. Das tut er aber nicht.
09.09.2014 — Alexander Pereira hat einiges unternommen, um den Tenor Roberto Alagna wieder an die Scala zurückzubringen, von deren Bühne dieser 2006 nach Buhs der Loggionisti wütend gestürmt war. Er hätte nun diese Saison mit Massenets Werther zurückkehren sollen. Das tut er aber nicht.
Laut italienischen Presseberichten hat Alagna im Juli in Mailand prophylaktisch das Terrain sondiert und offenbar festgestellt, dass sich das Verhalten der Loggionisti, der berühmt-berüchtigten Puristen auf den billigen Plätzen des Opernhauses, nicht geändert hat. Dem, so Alagna wolle und könne er sich nicht erneut aussetzen.
Zwar hätten ihn sowohl die Mitarbeiter der Scala als auch die Loggionisti selber bei seinen Besuchen freundlich begrüsst. Das Verhalten letzterer während der Vorstellungen, die er besucht habe, sei aber genau so unbarmherzig gewesen, wie je. Alagnas Entscheid wird von Gino Vezzini, dem Präsidenten der Vereinigung Amici del Loggione, laut der italienischen Tageszeitung La Repubblica als «kindisch» abgetan.
Alagna ist allerdings nicht der einzige, der es vorzieht, um die Scala einen Bogen zu machen. Auch der polnische Tenor Piotr Beczala hat erklärt, werde wegen des Verhaltens des Publikums in Mailand, das auch schon mal Luciano Pavarotti oder Cecilia Bartoli ausgebuht hat, nicht mehr auftreten. (cf)