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10-Punkte-Plan gegen Demenz durch Hörverlust

02.10.2014 — Demenz kann auch eine Folge von Hörbeeinträchtigungen sein. Am European Health Forum Gastein (EHFG)  ist aufgezeigt worden, dass Hörhilfen den kognitiven Abbau verlangsamen können.

02.10.2014 — Demenz kann auch eine Folge von Hörbeeinträchtigungen sein. Am European Health Forum Gastein (EHFG) ist aufgezeigt worden, dass Hörhilfen den kognitiven Abbau verlangsamen können.

 

Dass zwischen Hörverlust und kognitivem Abbau ein Zusammenhang besteht, wurde unter anderem in einer 2011 publizierten Untersuchung nachgewiesen. Eine neue französische Studie, deren Veröffentlichung für 2015 geplant ist, soll nicht nur die Korrelation zwischen Hörverlust und Demenz bestätigen, sondern erstmals auch Hinweise darauf geben, dass Hörgeräte den kognitiven Abbau bremsen.

 

Pierre Anhoury, Vorstand der französischen Organisation Agir Pour l’Audition (Handeln für das Hören), hat am EHFG einen 10-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem das Problem angegangen werden soll. Er plädierte für neue ökonomische Lösungen, um die Versorgung älterer Menschen mit Hörgeräten sicherzustellen.

 

Der Plan fordert EU-weite Massnahmen, unter anderem eine Kampagnen zur Aufklärung junger Menschen über Hörschäden, Früherkennung vor allem bei Über-60-Jährigen, frühere und bessere Rehabilitation, Implementierung der EU Qualitätsnorm EN 15927 für Dienstleistungen in der Hörakustik in allen EU-Ländern, die Verbreitung evidenzbasierter Leitlinien, Industriepartnerschaften für leistbare Hörgeräte, neue Modelle, um mehr Menschen den Zugang zu Hörhilfen zu ermöglichen, etwa durch Preiskontrollen, und angemessene finanzielle Unterstützung. (cf)

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