05.11.2014 — Bernd Loebe, der Intendant der Oper Frankfurt, richtet sich in einem offenen Brief an den belgischen Premierminister gegen die Budgetkürzungen beim Théâtre de la Monnaie von Brüssel. Er tut dies als ehemaliger Künstlerischer Direktor des belgischen Opernhauses und als Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz.
05.11.2014 — Bernd Loebe, der Intendant der Oper Frankfurt, richtet sich in einem offenen Brief an den belgischen Premierminister gegen die Budgetkürzungen beim Théâtre de la Monnaie von Brüssel. Er tut dies als ehemaliger Künstlerischer Direktor des belgischen Opernhauses und als Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz.
Ab Januar 2015 hat der belgische Staat laut Darstellung Loebes eine Kürzung von knapp 3 Millionen Euro angekündigt; bis 2019 insgesamt eine Kürzung von etwa 6,9 Millionen Euro; mit Kürzungen während der letzten 5 Jahre soll das Budget der Monnaie dann um 30 Prozent gekürzt sein.
Die in der deutschsprachigen Opernkonferenz zusammengefassten Intendanten und Repräsentanten der grössten Opernhäuser Deutschlands (assoziiert sind Wien, Zürich, Paris, London, Mailand) verurteilten diese massiven Kürzungen, die einer Zerstörung eines der renommiertesten Opernhäuser in der Welt gleichkommen, schreibt Loebe.
Der gegenwärtige Leiter Peter de Caluwe habe, so Loebe weiter, in seinen ersten Reaktionen «souverän dargestellt, wie kostenbewusst das Haus geführt wird, wie Einnahmen und Ausgaben sich in vielen Jahren die Waage halten». Er habe nachhaltig begründet, dass die vorgesehenen Einsparungen aus dem Stand heraus gar nicht leistbar seien. Jedem, der einem vergleichbaren Institut vorstehe, werde nach Studium der Fakten klar sein: Hier werde ein vorbildliches Institut zum Sterben verurteilt. (cf)