13.11.2014 — Die Geigerin Cordula Kempe-Oettinger, die Witwe des Dirigenten Rudolf Kempe, hat von einem Münchner Gericht in einem Vergleich eine Entschädigung von 170’000 Euro zugesprochen erhalten – für eine rundum verpfuschte Handoperation.
13.11.2014 — Die Geigerin Cordula Kempe-Oettinger, die Witwe des Dirigenten Rudolf Kempe, hat von einem Münchner Gericht in einem Vergleich eine Entschädigung von 170’000 Euro zugesprochen erhalten – für eine rundum verpfuschte Handoperation.
Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hatte ein Chirurg 2007 in einer Münchner Praxis ein Karpaltunnel-Syndrom der Musikerin behandelt, dabei einen Schnitt falsch geführt und auch auf Blutungen falsch reagiert. Ihm sei zudem entgangen, dass er den Nerv seiner Patientin massiv beschädigt habe.
Zusätzlich zum Schadensersatz müssen die verantwortlichen Ärzte auch die 33′ 000 Euro Verfahrenskosten der nicht rechtsversicherten Geigerin tragen.
Cordula Kempe-Oettinger unterrichtete bis 2007 am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium. Sie lebt heute in England, kann allerdings wegen der beeinträchtigten Hand vorgesehene Einsätze im Royal Philharmonic Orchestra und der Royal Shakespeare Company nicht leisten. (cf)