27.11.2014 — Vogelgesang und menschliche Musik folgen gemeinsamen Prinzipien – das behauptet ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einer Studie, an der auch der Neuropsychologe Dominik Endres von der Philipps-Universität Marburg beteiligt ist.
27.11.2014 — Vogelgesang und menschliche Musik folgen gemeinsamen Prinzipien – das behauptet ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einer Studie, an der auch der Neuropsychologe Dominik Endres von der Philipps-Universität Marburg beteiligt ist.
Seit langem werde diskutiert, welchen Anteil biologische oder kulturelle Faktoren in der Entwicklung von Tonhöhensystemen haben, erläutert der Marburger Psychologe. Eine Möglichkeit zur Beantwortung dieser Frage ergebe sich durch das Studium von Tiergesang: Wenn die Gesänge von Vögeln oder Walen einige Prinzipien mit menschlicher Musik teilen, so könne das auf eine biologische Grundlage dieser musikalischen Systeme hinweisen.
Laut Endres verwenden Einsiedlerdrosseln tatsächlich Tonleitern, die in menschlichen Musiksystemen vorkommen. In Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Wien und des US-amerikanischen Cornish College of the Arts belegt Endres, dass sie Töne aus der Obertonreihe für ihren Gesang wählen.
Originalartikel:
Emily L. Doolittle & al.: Overtone-based pitch selection in hermit thrush song: Unexpected convergence with scale construction in human music, Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 111/2014, 16616-16621,
DOI: http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1406023111