16.12.2014 — Zwei erst im 20. Jahrhundert publizierte mutmassliche Chopin-Stücke, ein Nocturne in c-Moll und ein Walzer in a-Moll, sollen in Tat und Wahrheit Werke der Chopin-Schülerin Baronne Nathaniel de Rothschild sein. Behauptet der Pianist Philip Sears.
16.12.2014 — Zwei erst im 20. Jahrhundert publizierte mutmassliche Chopin-Stücke, ein Nocturne in c-Moll und ein Walzer in a-Moll, sollen in Tat und Wahrheit Werke der Chopin-Schülerin Baronne Nathaniel de Rothschild sein. Behauptet der Pianist Philip Sears.
Searl hat die Werke auf der Webseite der Bibliotèque Nationale de France Gallica entdeckt, als Teil einer in den 1860er-Jahren publizierten Reihe von Werken der auch als Charlotte de Rothschild bekannten Pianistin und Komponistin. Die Notentexte seien bis auf geringfügige Änderungen in den dynamischen Angaben identisch. Die andern zwei Stücke der Rothschild-Sammlung,eine Polka in c-Moll und ein Walzer in f-Moll seien ebenfalls im Stile Chopins verfasst, fänden sich in seinen Werksammlungen aber nirgends.
Searl hat eine Aufnahme der c-Moll-Polka auf Youtube veröffentlicht: www.youtube.com/watch?v=oZX6F7aZfBg. Sie zeigt offensichtlich Chopins kompositorische Handschrift. Die Frage ist nun: Sind alle vier unter dem Namen der Baronin veröffentlichten Stücke das Werk von Charlotte de Rothschild oder von Chopin? (cf)
Webadresse der Rothschild-Sammlung:
gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k8582393/f1.image.r=Nathaniel%20de%20Rothschild.langEN