05.03.2015 — Die Stiftung Händel-Haus hat ein Porträt erworben, bei dem es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um Georg Friedrich Händel handelt. Ein direkter Vergleich mit anderen, als authentisch gesicherten Händel-Porträts zeigt die grosse Ähnlichkeit.
05.03.2015 — Die Stiftung Händel-Haus hat ein Porträt erworben, bei dem es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um Georg Friedrich Händel handelt. Ein direkter Vergleich mit anderen, als authentisch gesicherten Händel-Porträts zeigt die grosse Ähnlichkeit.
Die Stiftung Händel-Haus hat das Gemälde im November 2014 beim Londoner Auktionshaus Sotheby’s für 6500 britische Pfund ersteigert. Dass es sich um ein Händel-Porträt handelt, wird durch eine erste Einschätzung verschiedener Experten bestätigt, unter ihnen der ehemalige Händel-Haus-Direktor Edwin Werner, der international als Experte für Händel-Ikonographie gilt.
Der mit blossem Auge nicht sichtbaren Signatur zufolge könnte das Gemälde aus dem Jahr 1734 stammen. Eine erste Einschätzung durch Kunsthistoriker bestätigt eine Datierung ins 18. Jahrhundert. Für die Datierung 1734 spricht auch das Aussehen des portraitierten Händels, der damals knapp 50 Jahre alt war.
Eine erste Erforschung zur Herkunft des Gemäldes durch die Kustodin der Stiftung Händel-Haus, Christiane Barth, ergab, dass sich das Gemälde bisher in Privatbesitz befand. Die Provenienz lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Dass es 1888 in Magdeburg in einem Trödelladen gekauft wurde, belegen Briefe des Vorbesitzers, die die Stiftung im Nachgang der Auktion ausfindig machen konnte. Die Provenienz zwischen dem Entstehungszeitpunkt im 18. Jahrhundert bis Ende des 19. Jahrhunderts ist allerdings ungeklärt. (cf)