01.12.2015 — Das Teheraner Symphonieorchester hat sich geweigert, im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs aufzutreten, weil kurzfristig erklärt worden war, dass die weiblichen Mitglieder des Ensembles nicht mitspielen dürften.
01.12.2015 — Das Teheraner Symphonieorchester hat sich geweigert, im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs aufzutreten, weil kurzfristig erklärt worden war, dass die weiblichen Mitglieder des Ensembles nicht mitspielen dürften.
Internationale Medien zitieren Dirigent Ali Rahbari, der erklärt, die Stühle seien zum Spiel der Nationalhymne schon auf der Bühne gestanden, als es hiess, Frauen dürften nicht mittun. Woher die Order genau gekommen sei, sei unklar. Das Orchester weigerte sich in der Folge in corpore aufzutreten. Derartiges geschehe ab und zu in der Provinz, es sei aber das erste mal gewesen, dass das Ensemble dies in der Hauptstadt erlebt habe.
Seit der islamischen Revolution 1979 ist es Frauen im Iran verboten, alleine auf der Bühne zu singen oder zu musizieren. Das Spielen in einem Orchester ist aber im Prinzip erlaubt. Der gegenwärtige Präsident Hassan Rohani unterstütze eine restriktive Auslegung der Verbote nicht. (cf)