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Kulturförderung schadet lokalen Gesellschaften

06.05.2016 — Eine Studie des britischen Arts and Humanities Research Council zieht in Zweifel, dass Kulturförderprogramme lokalen Gemeinschaften Nutzen bringt. Statt mehr Partizipation alteingesessener Bevölkerungsgruppen befördere sie vielmehr Gentrifizierung und die Verdrängung unterprivilegierter Bevölkerungsschichten.

06.05.2016 — Eine Studie des britischen Arts and Humanities Research Council zieht in Zweifel, dass Kulturförderprogramme lokalen Gemeinschaften Nutzen bringt. Statt mehr Partizipation alteingesessener Bevölkerungsgruppen befördere sie vielmehr Gentrifizierung und die Verdrängung unterprivilegierter Bevölkerungsschichten.

 

Die Studie kommt zum Schluss, dass kulturelle Gemeinschaftszentren und Kulturvermittlung bloss dazu führen, dass die Immobilienpreise im Umfeld stegien und Alteingesessene verdrängt werden. Sie stellt überdies die positiven Effekte der Musikvermittlung in Grundschulen und von Musikprogrammen in Spitälern und Gefängnissen in Frage.

 

Die Schlüsse zieht die Studie unter anderem aus einer alternativen Sicht auf empirische Daten zu den Effekten der Massnahmen. Bislang seien vor allem quantitative Erhebungen erfolgt, etwas zur Anzahl Teilnehmer an Veranstaltungen. Entscheidend sei aber die persönliche Erfahrung der Betroffenen. 

 

Laut einem Bericht des australischen Fachmagazins Limelight können Community-Programme dann erfolgreich sein, wenn Künstler sich nicht an abstrakte, zuvor festgelegte Ziele und Vorgaben der Förderstellen halten müssen. (cf)  

Link zum Report:
www.ahrc.ac.uk/documents/publications/cultural-value-project-final-report/
Telegraph-Artikel zum Thema:
www.telegraph.co.uk/art/what-to-see/how-weve-got-it-wrong-about-the-arts/

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