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Musikbezogenes Handeln von Frauen

24.08.2016 — Wie haben Frauen im Europa des 19. und 20. Jahrhundert aktiv zur Musikkultur beigetragen? Erhellen soll dies ein interdisziplinäres Projekt des Forschungszentrums Musik und Gender (FMG) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH).

24.08.2016 — Wie haben Frauen im Europa des 19. und 20. Jahrhundert aktiv zur Musikkultur beigetragen? Erhellen soll dies ein interdisziplinäres Projekt des Forschungszentrums Musik und Gender (FMG) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH).

 

Grundlage des Vorhaben ist eine Sammlung von derzeit 1379 Medieneinheiten mit historischem Quellenmaterial in verschiedenen Sprachen wie etwa handschriftliche Briefe, Postkarten, Bildquellen, Zeitungsartikel, Konzertprogramme, Albumblätter und andere Dokumente, darunter zahlreiche bislang unveröffentlichte Autografe. Sie geben Einblicke in das musikkulturelle Handeln von Frauen aus dem späten 18. bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert.

 

Dies bedeute ein Paradigmenwechsel weg von einer kunstwerkorientierten Musikgeschichtsschreibung hin zu einer Musikhistoriographie, bei der das «musikbezogene Handeln von Frauen» sichtbar werde, schreibt das FMG. Philologie und Quellenkunde würden mit kulturwissenschaftlichen Diskursen verbunden. Innovative Forschungsmethoden und Konzepte der Identitäts-, Netzwerk-, Mobilitäts- und Kulturtransferforschung sollen dabei für die historische Musikwissenschaft und speziell für die musikwissenschaftliche Genderforschung fruchtbar gemacht werden.

 

Zur Sammlung gehören 600 Briefe und Autografe, darunter mehrere eigenhändige Briefe von Lola und Désirée Artôt de Padilla, Nadja Boulanger, Amy Beach, Cécile Chaminade, Geraldine Farrar, Sophie Gail, Marie Gutheil-Schoder, Augusta Holmès, Alma Mahler-Werfel, Lina Ramann, Wilhelmine Schröder-Devrient, Clara Schumann, Ethel Smyth, Pauline Viardot-Garcia und Cosima Wagner. Es handelt sich um Ankäufe bei internationalen Antiquariaten und Auktionen. Das FMG wird von der Mariann Steegmann Foundation alimentiert. Das aktuelle Projekt wird zudem mit 250’000 Euro aus dem  staatlichen Förderprogramm «Pro*Niedersachsen» gespiesen. (cf)

 

 

 

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