14.11.2016 — In Berlin rekonstruiert der Installationskünstler Jens Brand mit Drohnen die antike Idee einer Weltenharmonik. Seine Installation «Tetraktys» ist speziell für den Projektraum der Schering Stiftung geschaffen worden.
14.11.2016 — In Berlin rekonstruiert der Installationskünstler Jens Brand mit Drohnen die antike Idee einer Weltenharmonik. Seine Installation «Tetraktys» ist speziell für den Projektraum der Schering Stiftung geschaffen worden.
Die pythagoreische Sphärenharmonie und die aus ihr hervorgegangenen Ideen der Musica Mundana (Boethius) und Harmonice mundi (Johannes Kepler) dienten einst als universelles Erklärungsmodell für die Ordnung des Kosmos. Der Gedanke einer auf einfachen Zahlenverhältnissen basierenden Welt und die Vorstellung der Einheit von Kunst und Wissenschaft faszinierten bis weit in die Neuzeit hinein.
«Tetraktys» spielt mit diesen Deutungszusammenhängen. Brands klingendes Sphärenmodell wird mithilfe eines Instrumentariums erzeugt, das normalerweise in ganz anderen Kontexten eingesetzt wird: Die Flugdrohnen, die im Raum die Eckpunkte eines virtuellen Tetraeders bilden, fungieren als Klangerzeuger eines mechanischen Himmelsmodells. Ihre einfachen, auf Quintenbeziehungen basierenden Akkordstrukturen bilden changierende Klangflächen aus, die als klingende «Sphären» die sich ständig verändernden räumlichen Konstellationen der «Himmelskörper» begleiten. (cf)
Mehr Infos: www.scheringstiftung.de