06.06.2017 — Seit anderthalb Jahren musizieren Mitglieder der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) mit Flüchtlingen aus Afghanistan, dem Iran, Syrien, Gambia, Ghana und Somalia. Am 29. Juni kommt es in der Stadthalle Reutlingen zum grossen Abschlusskonzert des Projektes.
06.06.2017 — Seit anderthalb Jahren musizieren Mitglieder der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) mit Flüchtlingen aus Afghanistan, dem Iran, Syrien, Gambia, Ghana und Somalia. Am 29. Juni kommt es in der Stadthalle Reutlingen zum grossen Abschlusskonzert des Projektes.
Das Projekt sei auf enormes Interesse gestossen, schreibt die WPR. Es habe sich so schnell herumgesprochen, dass bis zuletzt, in der Schlussphase noch Neuzugänge zu verzeichnen gewesen seien. Allerdings haben die Organisatoren auch mit dem umgekehrten Fall zu kämpfen: Unter den Geflüchteten sind beispielsweise ein paar professionelle Musiker. Mancher musste gerade wegen seiner Musik das Heimatland verlassen und es besteht berechtigte Sorge, dass nach einem öffentlichen Auftritt hierzulande er selbst oder zurückgebliebene Verwandte gefährdet sind.
Ähnliches gilt auch für einige Frauen. Für diejenigen, die nicht zusammen mit Männern Musik machen dürfen, gab es eigens eine Frauengruppe. Manche von ihnen wird aus diesem Grund im Abschlusskonzert auch nicht persönlich auf der Bühne stehen, sondern nur mit ihren Texten oder per Einspieler vertreten sein.
Basis des Projektes mit dem Titel «Fugato» ist eine Komposition Königs. Sie verknüpft die Lieder, Gedichte, Berichte und szenischen Darstellungsmittel, die im Verlauf Prozesses entstanden sind und trägt den Titel «10 Fabeln und 1 Requiem für zwei Sprecher und Orchester». Geschaffen ist sie für Sinfonieorchester und Exil-Ensemble mit zum Teil traditionellen Musikinstrumenten der Herkunftsländer, Gaukler und Artisten und weiteren Elementen. (cf)