22.01.2018 — Die Sonderschau Archæomusica, die vom European Music Archaeology Project (EMAP) entwickelt worden ist, gastiert bis zum 27. Mai 2018 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel. Sie präsentiert Instrumente aus 40’000 Jahren europäischer Musikgeschichte in einer bisher einzigartigen Zusammenstellung.
22.01.2018 — Die Sonderschau Archæomusica, die vom European Music Archaeology Project (EMAP) entwickelt worden ist, gastiert bis zum 27. Mai 2018 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel. Sie präsentiert Instrumente aus 40’000 Jahren europäischer Musikgeschichte in einer bisher einzigartigen Zusammenstellung.
Die Sonderausstellung lässt längst vergangene Klangwelten wieder ertönen und lädt ein, einstige Lebens- und Glaubenswelten aus einem musikalischen Blickwinkel zu betrachten. Den Besucher erwarten hochqualitative, spielbare Rekonstruktionen. Alle Exponate wurden nach Möglichkeit aus demselben Material und mit den ursprünglichen Techniken gefertigt wie ihre originalen Vorbilder.
Thematisiert wird unter anderem die Entwicklung der Musikinstrumente von der Bronze- und Eisenzeit über die klassische Antike bis hin zu Mittelalter und Neuzeit. Auch interkulturelle Beziehungen, die einen Austausch von musikalischem Wissen über den gesamten europäischen Kontinent hinweg nachzeichnen, werden in diesem Ausstellungsteil beleuchtet. Zu den hier präsentierten Exponaten gehören zahlreiche Saiteninstrumente, insbesondere die Lyra aber auch Trompeten, Hörner und Doppelflöten. Eine Installation zeigt die Bandbreite traditioneller Tonpfeifen, die heutzutage in allen Teilen Europas gefertigt werden und deren Vorgänger bis zu 9000 Jahre alt sein können.
Die ältesten Instrumente stammen aus der Mittleren Steinzeit und belegen, dass man bereits vor mehr als 7000 Jahren in unseren Breitengraden mit Schwirrhölzern und Schneckenhäusern Geräusche und Klänge zu erzeugen wusste. Tönerne Rasseln und Trommeln aus der Jungsteinzeit, imposante Hörner und formschöne Rasselbleche aus der Bronzezeit oder die ältesten bekannten Exemplare einer Holzblockflöte und einer Leier nördlich der Alpen sind weitere Highlights der Ausstellung. (cf)