01.06.2014 -- Das braucht schon eine gehörige Portion Chuzpe, eine zweieinhalbstündige Oper in asketischem Rahmen konzertant darzubieten ‒ wenn ihre einzige Daseinsberechtigung eingestandenermassen viel Theaterdonner, optisches Spektakel, skurrile Szenen und launische Pappkulissenatmosphäre ausmachen soll. Händels «Amadigi di Gaula» (HWV 11) ist auf den ersten Blick Spektakel pur, das Libretto «Schmarrn», wie selbst das Programmheft zum Konzert des Kammerorchester Basel (KOB) im Basler Stadtcasino einräumen muss.