22.12.2015 — Das ist neu: Während eines Adventskonzerts mit Bachs Weihnachtsoratorium im Erler Festspielhaus im österreichischen Tirol ist das Licht manipuliert worden. Die Veranstalter gehen von einem Hackerangriff aus.
22.12.2015 — Das ist neu: Während eines Adventskonzerts mit Bachs Weihnachtsoratorium im Erler Festspielhaus im österreichischen Tirol ist das Licht manipuliert worden. Die Veranstalter gehen von einem Hackerangriff aus.
Mitten in der Aufführung sei es im Zuschauerraum zweimal hell geworden, schreiben die Festspiele. Der Dirigent Gustav Kuhn drehte sich beim zweiten Mal zum Publikum um und entschuldigte sich für die Zwischenfälle mit einem Achselzucken als Ausdruck seiner Verwunderung.
Die Festspiele erstatteten Anzeige wegen widerrechtlichen Zugriffs auf ein Computersystem gegen Unbekannt und hoffen auf ein baldiges Ermittlungsergebnis aufgrund des Abgleichs der Tatzeitpunkte mit den im System protokollierten Zugriffen von ausserhalb auf die Lichtanlage.
Bei einem Hackerangriff auf eine öffentliche Einrichtung handle es sich nicht um ein Kavaliers-Delikt, schreiben die Festspiele Erl weiter. Laut EU-Verordnung wird das illegale Eindringen oder Stören eines Computersystems mit mindestens zwei Jahren Haft bestraft. Bis zu fünf Jahren Haft kann einem überführten Täter drohen. (cf)