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Milano Malpensa als Bühne für Donizettis L‘elisir d‘amore

03.09.2015 -- Für einen Abend wird der Flughafen Milano Malpensa zur Opernbühne – für Donizettis L‘elisir d‘amore. Das Scala-Ensemble um den Dirigenten Fabio Luisi wird am 17. September Donizettis erfolgreichstes Stück inmitten des Flughafenbetriebes aufzuführen.

Bilanz des Schleswig-Holstein Musik Festival 2015

02.09.2015 -- Rund 154'000 Eintritte generiert hat das diesjährige Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF). Veranstaltet worden sind in 7 Wochen an 60 Orten 176 Konzerte, 5 Musikfeste auf dem Lande und 2 Kindermusikfeste.

Europäisches Alte-Musik-Netzwerk feiert Jubiläum

02.09.2015 -- Das Europäische Netzwerk für Alte Musik Rema wird 15-jährig. Es wurde 2000 im französischen Ambronay gegründet und vereint heute 69 europäische Institutionen und Festivals aus 19 europäischen Ländern.

Bilanz der Salzburger Festspiele 2015

01.09.2015 -- So ganz nebenbei: Mit diesen Zahlen sind die Salzburger Festspiele für sechs Wochen der grösste Arbeitgeber des Stadt. Während der diesjährigen Auflage sind 262'893 Eintritte verbucht worden. Die Besucher stammten aus 74 Nationen und die Gesamt-Platzauslastung betrug 95 Prozent.

Haskil-Wettbewerb 2015 ohne ersten Preisträger

31.08.2015 -- Beim Concours Clara Haskil ist heuer in Vevey kein erster Preisträger bestimmt worden. Der französische Pianist Guillaume Bellom hat den Modern Times Award für die beste Interpretation eines Werkes von Thomas Adès zugesprochen erhalten.

Dmitry Smirnov gewinnt Tibor-Varga-Wettbewerb 2015

31.08.2015 -- Der russische Geiger Dmitry Smirnov hat in Sion den diesjährigen Concours international de violon Tibor Varga 2015 für sich entschieden. Zweite Preisträgerin ist die Koreanerin Ji Won Song (Korea), dritte die Deutsche Yuliia Van.

Wo sind die Schweizer Kulturparteien?

von Wolfgang Böhler

 

Porträt Wolfgang Böhler21.08.2015 -- Die Schweiz wählt diesen Herbst ihr Parlament neu. Der Urnengang wird als Richtungswahl beschworen. Die grossen Themen sind das Verhältnis des Landes zur Europäischen Union, die Migrations- und Flüchtlingsströme und die Zukunft der Schweizer Wirtschaft angesichts des starken Frankens. Und die Kultur? Sie ist ‒ Politiker, die gewählt werden wollen, wissen das ‒ ein Nichtthema. Wer sich als Kulturpolitiker profiliert, kann sich die Hoffnung, zur ersten Garde ernstgenommener Parlamentarier gezählt zu werden, in den Kamin schreiben. Das hat auch damit zu tun, dass Kultur in der Schweiz kein politischer Problemfall ist. Die Kulturschaffenden sind hierzulande ähnlich privilegiert wie die Bauern: Hochsubventioniert, über ihre faktische gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung hinaus unter Heimatschutz gestellt. Und genauso wie mit Blick auf die Landwirtschaft ist dies mit Blick auf die Kultur nicht innovationsfördernd, sondern ‑hemmend und strukturerhaltend.