02.07.2015 -- Der Rumäne Andrei Ionuț Ioniță ist in der Kategorie Cello Gewinner des mit 30'000 Dollar dotierten 15. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau. In der Kategorie Violine wurde kein erster Preis vergeben.
02.07.2015 -- Music in Europe initiiert mit European Music Talents eine nicht kommerzielle Plattform zur gemeinsamen, transnationalen Vorstellung, Präsentation und Sichtbarmachung von herausragenden Musiktalenten Europas und zur Förderung ihrer Mobilität.
01.07.2015 -- Vasily Petrenko wird beim European Union Youth Orchestra (EUYO) per September 2015 das Amt des Chefdirigenten übernehmen. Bernard Haitink ist zum Ehrendirigenten ernannt worden.
01.07.2015 -- Das Kammerorchester Basel hat im Vergleich zum Vorjahr in der nun zu Ende gegangenen Saison über 40 Prozent mehr Eintritte gezählt. Die Zahl der Abonnenten ist um 10 Prozent gewachsen. Auf Ende des Geschäftsjahres erwartet das Ensemble eine ausgeglichene Bilanz.
30.06.2015 -- Ivor Bolton wird Musikdirektor und Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel. Der Vertrag läuft vorerst bis Ende der Spielzeit 2019/2020. Er wird das Orchester bereits in der kommenden Saison als designierter Chef dirigieren.
30.06.2015 -- Edo de Waart, der gegenwärtige Chefdirigent der belgischen Royal Flemish Philharmonic, ist vom New Zealand Symphony Orchestra ab 2016 zum Musikalischen Leiter ernannt worden.
30.06.2015 -- Der Dirigent Christian Thielemann, bislang musikalischer Berater der Festspielleitung, ist von den Bayreuther Festspielen zum Musikdirektor ernannt worden. Welche zusätzlichen Kompetenzen mit dem Amt verbunden sind, soll später kommuniziert werden.
29.06.2015 -- Die Sopranistin Anja Kampe hat in Bayreuth die Rolle der Isolde abgegeben. Ersetzt wird sie durch Evelyn Herlitzius. Das luxemburgische Fachmagazin Pizzicato glaubt zu wissen weshalb.
29.06.2015 -- Das Musikfestival Bern lädt im September zur Begegnung von Naturwissenschaft und Musik: Martin Jaggis «Planck» etwa greift auf Daten zur kosmischen Hintergrundstrahlung zurück um fünf Ensembles der freien Szene zu einem Klangkörper zu fusionieren. Und «Rosetta» verfolgt die Suche nach dem Ursprung des Weltalls von Multiversen und Higgs-Teilchen.
von Wolfgang Böhler
27.06.2015 – Die Musikräte der Schweiz, Deutschlands und Österreichs wenden sich gemeinsam gegen die als Bedrohung empfundenen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA (abgekürzt «TTIP»), welches das Selbstverständnis der europäischen Kultur in den Grundfesten erschüttern könnte. Auf den Punkt bringt der gemeinsame Forderungskatalog der Musikräte das Unbehagen folgendermassen: Aus Sicht der USA seien Kultur und Medien reguläre Handelsprodukte, die möglichst frei am Markt zirkulieren sollten. Staatliche Fördermassnahmen würden aus dieser Perspektive als wirtschaftspolitisch motivierter Protektionismus erscheinen, der den freien Handel beschränke. Demgegenüber zähle es zum europäischen Selbstverständnis, Kultur nicht auf ihren Warencharakter zu reduzieren, sondern ebenso als Trägerin gesellschaftlicher Werte und Identitäten sowie ästhetischer Positionierungen aufzufassen. Daraus leitet sich nach Ansicht der Musikräte die Verantwortung des Staates ab, eine Vielfalt an Kultur zu ermöglichen – «jenseits des Diktates des jeweils aktuellen Publikumsgeschmackes oder der Interessen von Investoren».