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Symposiumsbericht «Musik und Raum»

09.11.2005 — Wie verändert sich ein Raum durch akustische Signale? Wie verbindet der Mensch Musik und Raum in natürlicher oder künstlicher Umgebung? In welcher Beziehung stehen Raum und Musik in aussereuropäischen Kulturen und in der Geschichte des Abendlandes? Wie thematisieren Kunstschaffende heute Raum und Musik in ihren Werken?

Der Frage nach dem Räumlichen in der Musik ging das transdisziplinäre Symposium «Musik und Raum. Dimensionen im Gespräch» nach, das im Rahmen des Lucerne Festival Ostern vom 1. bis 3. April 2004 durchgeführt wurde (ein Bericht findet sich hier). Eingeladen von den Veranstaltern – dem Institut Forschung & Entwicklung (Musikhochschule Luzern) und der Stiftung Musikforschung Zentralschweiz – waren Künstlerinnen und Wissenschaftler aus Gebieten wie Ethnologie, Geografie, Akustik, Philosophie, Architektur, Musikwissenschaft und Psychologie.

Nun liegt der durch Annette Landau und Claudia Emmenegger herausgegebene, typografisch apart gestaltete Symposiumsbericht vor, der 13 mit Farbabbildungen, Illustrationen, Notenbeispielen, Anmerkungen, Kurzbiografien der Referierenden und einem Personenregister erweiterte Vorträge und die Erläuterungen der vier eigens für das Symposium geschaffenen Klanginstallationen versammelt.

Die Referate

Karen Gloy: Typologie der Räume – eine Phänomenologie

Axel Michaels: Rituelle Klangräume

Ernst Lichtenhahn: Klangräume und Vorstellungsräume in der Musik der Tuareg

Justin Winkler: Klangraum als Lebenswelt

Klaus-Ernst Behne: Innere und äussere Räume in musikalischen Kontexten

Michele Calella: Parallele (Welt-)Räume. Bemerkungen zur Entwicklung des Tonsystems zwischen Mittelalter und Neuzeit

Balz Trümpy: Zeiträume – Raumzeiten

Gianmario Borio: Über den Einbruch des Raumes in die Zeitkunst Musik

Helga de la Motte-Haber: Musikalische Räume

Klaus Pietschmann: Vom Spekulativen zum Konkreten. Musikalische Räume in der Renaissance und ihr Publikum

Eckhard Kahle: Die Verstellbarkeit des Raumes

Anselm Gerhard: «A musical Composition may be compared to the Elevation of a Building.» Architekturmetaphern als Triebfedern musikästhetischer Paradigmenwechsel

Werner Oechslin: Zwischen «Naturgesetz» und Empfindung. Die musikalischen Proportionen und die Architektur

Erläuterungen der Klanginstallationen

Andreas Oldörp: im leeren raum
Urban Müller, Peter Allamand: Zum Tanz
Christina Kubisch: Zwölf Klänge und ein Baum
Daniel Ott: 26/5 – 2/4

(ws)

Annette Landau, Claudia Emmenegger (Hrsg.): Musik und Raum. Dimensionen im Gespräch. Eine Publikation der Musikhochschule Luzern. Chronos Verlag, Zürich 2005. 214 Seiten. 32 Abbildungen. Fr. 38.-. € 24,80.
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Siehe auch unseren Beitrag:
Symposium «Musik und Raum» in Luzern

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