11.11.2009 — Am 7. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Musik-Medizin stand im Marianischen Saal in Luzern das Zusammenspiel von Auge, Gehör und Stimme im Zentrum. Dabei zeigte sich, dass in den letzten Jahren in Sachen Prävention und Behandlung von Störungen grosse Fortschritte gemacht worden sind. Es gibt aber noch viel zu tun. Mittlerweile haben sich die jährlichen Symposien der Schweizerischen Gesellschaft für Musik-Medizin (SMM) als wichtige Plattform zur Diskussion der Fragen rund um die seelische und körperliche Gesundheit der musizierenden Bevölkerung etabliert. Mehr als zweihundert Teilnehmer zeugten in Luzern vom Erfolg der pionierhaften Aufbauarbeit der Gesellschaft. Es ist der SMM gelungen, die gesundheitlichen Probleme und Belastungen etwas zu enttabuisieren; vor allem mit Blick auf Orchesterspiel und Unterricht ist aber noch viel zu tun. Pia Bucher, die Initiantin und Präsidentin der Gesellschaft, erklärte denn auch zum Auftakt, dass man sich mit dem Thema «Gehör – Augen – Stimme und deren Koordination beim Musizieren» einmal mehr auf Neuland begeben habe. Sie verglich den Körper mit einem grossen Orchester, in dem verschiedene Faktoren perfekt zusammenspielen müssen. In einer Grussadresse schlug Stephan Siegenthaler, der Direktor der dieses Jahr gastgebenden Luzerner Musikhochschule, vor, im öffentlichen Raum analog zum Rauchverbot ein Beschallungsverbot ins Ohr zu fassen und sich einmal grundsätzlich darüber Gedanken zu machen, wie absurd es ist, wenn Konzerte von Musikern und Publikum nur noch mit Gehörschutz realisiert werden können. Der Weblink www.musik-medizin.ch Die SMM dient Musikerinnen und Musikern auch als erste Anlauf- und Informationsstelle in Sachen gesundheitliche Probleme. —————————————————————– Karl Knobloch zeigte sich in seiner Grussnote als Präsident der Schweizerischen Interpretengesellschaft und –stiftung (SIG/SIS) über die Zusammenarbeit mit der SMM höchst zufrieden. Man arbeite sich gegenseitig ideal in die Hand, wobei die SMM als Anlaufstelle für medizinische Beratungen amte und die SIG als Verfechterin der juristischen Rechte Betroffener. Auch heute, meinte Knobloch, müsse aber um die Anerkennung spezifischer Krankheitsbilder noch gekämpft werden, vor allem wenn es um die Folgen exzessiver Schalleinwirkung gehe. Er finde es, so Knobloch weiter, auch bemerkenswert, dass hochberühmte Künstler engagiert werden, die nachweislich stark schwerhörig seien – ins Alter gekommene Dirigenten, die Fortissimo spielen liessen, weil sie selber nichts mehr zu hören im Stande seien. Prävention und Ehrlichkeit seien in dieser Hinsicht auch finanziell sinnvoll, koste doch eine durch gesundheitliche Überlastungen erfolgte Frühpensionierung zwischen eineinhalb und zwei Millionen Franken. Sommerhalder und Achermann-Scherer: die Singstimme Im Herzen Luzerns widmeten sich die Referentinnen und Referenten moderiert vom Tessiner Arzt Adrian Sury dem eng zusammenspielenden Komplex aus Auge, Gehör und Stimme, eingeleitet von einem Doppelreferat des Luzerner HNO-Arztes Albert Sommerhalder und der Logopädin Monika Achermann-Scherer. Sommerhalder illustrierte mit zahlreichen Beispielen die Untersuchungsmethoden der Stimme wie Kehlkopfspiegelungen und Spektrogramme. Monika Achermann Scherer wiederum wies darauf hin, dass Stimmstörungen in aller Regel ein ganzer Komplex an Ursachen zugrundeliegt, wobei auch psychosomatische Aspekte eine bedeutende Rolle spielen. Ein seelisches Ungleichgewicht drücke sich in Körperhaltung und Stimme aus, so Achermann-Scherer. Viele, die Probleme mit der Singstimme hätten, zeigten auch Auffälligkeiten in der Sprechstimme, ohne sich dessen bewusst zu sein, erklärte die Logopädin, die zu ihren Klienten sowohl Profis wie Semiprofis als auch Laien zählt. Für Profis sei die Stimme existentiell wichtig und ihre Pflege und ökonomische Nutzung fundamental, weil mit ihrem Verlust auch die materielle Existenz auf dem Spiel stehe, gab die Logopädin zu bedenken. Aber auch für Semiprofis und Laien könne die Aufgabe des Singens eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
Zu den typischen Problemen, mit denen die Patienten zu ihr in die Beratung kommen, gehören Einschränkungen und Schwächen beim Singen hoher Töne, beim Pianosingen oder Registerwechsel, vor allem aber auch die Stimmausdauer. Klassik-Sängerinnen und –Sänger, die zum Teil ausgedehnte Werke bewältigen müssen, fürchteten ein schnelles Ermüden der Stimme. Um dem entgegenzutreten hätten sie zwar eine gute Gesangstechnik; Konkurrenzdruck, Partnerprobleme, Zeitnot, Gefühle des Überfordertseins und zusätzliche Gesundheitsprobleme wie Allergien stellten aber nicht selten unüberwindbare Schwierigkeiten. Häufig seien sich Betroffene nicht bewusst, dass der allgemeine Druck sich bereits in der Sprechstimme bemerkbar mache, etwa durch hastiges schnelles Sprechen oder gestörte Sprechatmung. Es erstaune sie immer wieder, erklärte Monika Achermann Scherer, wie wenig auch gut ausgebildete Sänger ihre Sprechstimme kennen würden. Semiprofis gehen laut Achermann-Scherer oft an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit oder darüber hinaus und erwarteten von der Stimme trotzdem, dass sie ihnen so oft und lang wie sie diese brauchen in guter Qualität zur Verfügung stehe. Bei den Laien wiederum seien kaum stimmphysiologische Kenntnisse vorhanden. In der Unterhaltungsmusik wiederum werde oft unphysiologisches (rauhes, gepresstes) Singen genutzt. Der Stimme werde zuviel Druck gegeben, und es werde nicht systematisch auf Erholungsmöglichkeiten geachtet. Bei Pop- und Rocksängern kämen weitere Risiken hinzu wie Rauchen und Zugluft in Auftrittslokalen. Peter M. Ott: Das geschundene Musiker-Ohr Peter Ott, der Leiter der ORL-Klinik am Zürcher Unispital, erinnerte daran, dass Orchestermusiker in zunehmendem Massen einer das Gehör schädigenden Schallbelastung ausgesetzt sind. Die Belastungen seien laut aktuellen Studien zum Teil sogar grösser als diejenigen von Berufspiloten der Luftwaffe. Probleme böten in die Jahre gekommene Konzertsäle und oft prekäre Platzverhältnisse im Orchester. Auch die Programmgestaltung neige zu akustischen Exzessen. Ein Schostakowitsch-Zyklus bleibe nicht ohne Folgen für die Musiker. Man nähere sich in der klassischen Musik mit solchen Programmen einem psychoakustischen Bereich, wie er aus der Popwelt bekannt sei. Die Folgen können laut Ott Krankheitsbilder wie Hyperacusis, das heisst Überempfindlichkeit, Dysakusis – eine Verzerrung des Höreindrucks – oder Tinnitus sein. Bei Dauerbelastungen können stoffwechselbedingte Schäden hinzu kommen. Bei der Dysakusis kann das eigene Instrument in bestimmten Tonlagen falsch klingen. Hyperakusis und Tinnitus treten häufig in Kombination auf. Hyperakusis kann Kindergeschrei, Klatschen oder sogar das Klappern des Geschirrs beim Abwaschen betreffen. Beim Musiker kann sie sehr selektiv auftreten und in besonders tragischen Fällen den Klang des selber gespielten Instruments als unerträglich empfinden lassen. Ott dämpfte Hoffnungen auf eine operative Behandlung solcher Störungen, welche die stürmischen Entwicklungen in der Mikrochirurgie möglicherweise geweckt haben könnten. Zwar kann dank dieser heute etwa ein Loch im Trommelfell geschlossen werden und selbst die Knöchelchen des Mittelohrs lassen sich mittlerweile differenziert manipulieren. Schallbedingte Schädigungen des Musikergehörs lassen sich aber nach wie vor grundsätzlich nicht beheben. Das Innenohr entzieht sich einer reparativen Chirurgie. Selbst ein Tinnitus ist nach heutigen Möglichkeiten praktisch nicht behandelbar. Es geht mehr darum, den Betroffenen dazu zu helfen, mit den Ohrgeräuschen leben zu können. Auch die medikamentösen Möglichkeiten sind stark beschränkt und gerne empfohlene Mittel umstritten. So ist die Wirkung der oft zitierten Cortison-Präparate mehr als fraglich. Es gelte deshalb, meinte Ott, vor allem die Prävention zu verstärken. Dazu gehören laut dem Zürcher Ohrenarzt etwa spezielle Gehörschutze. Auf politischer Ebene muss zudem der Kampf für eine Reduktion der allgemeinen Lautstärke von akustischen Belastungen geführt werden. Heinz Waldmann: Musik und Hörschäden Laut dem bei der Suva tätigen Arbeitshygieniker Heinz Waldmann ist Lärmschwerhörigkeit mittlerweile eine anerkannte Berufskrankheit. Es existierten verbindliche Grenzwerte für die Belastung, und es müssten Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer ergriffen werden. Bei den Musikern sei das Problem allerdings komplexer als etwa bei einem Handwerker, der in lärmiger Umgebung arbeiten müsse, denn das Gehör sei für ersteren zugleich belastetes Organ und Arbeitsinstrument. So seien etwa Sänger Pegeln ausgesetzt, die bis zu 100 Dezibel erreichten, ohne dass sich die Betroffenen dagegen schützen könnten, weil das Ohr für sie ja unerlässliches Kontrollorgan sei.
Allgemeine Lärmschutzmassnahmen sind auf verschiedenen Ebenen möglich. In der Regel wird ein dreistufiges Vorgehen gewählt. Man prüft ob die Lärmquelle reduziert werden kann, ob Modifikationen am Arbeitsraum möglich sind und ob schliesslich Schutzvorrichtungen am Arbeitenden selber infrage kommen. Wenn es um Musik geht, so kann etwa ein Umbau des Instruments in Betracht gezogen werden. So wird laut Waldmann etwa versucht, Hörner zu bauen, die ihre typischen Klangeffekte mit geringerer Lärmbelastung erzeugen. Proben sind unter Umständen auch mit sogenannten «Silent Instruments» möglich. Probenräume, Unterrichtszimmer und so weiter können akustisch angepasst werden. In Orchestern kann mit Schallschutzschirmen gearbeitet werden. Dies ist allerdings weniger einfach, als man vermuten könnte. Sind solche Schirme nämlich falsch konstruiert, werfen sie den Schall zurück und der Schallerzeuger wird sogar zusätzlich belastet. Für solche Abschirmungen, erklärt Waldmann, gibt es zur Zeit noch keine wirklich überzeugende Lösungen. Das Ohr des Musikers selber kann mit einem speziellen Gehörschutz abgeschirmt werden. Einfache Ohrpfropfen sind dabei allerdings nicht sinnvoll. Ein Gehörschutz sollte mindestens mit einem Filter versehen sein, oder es sollten individuell angepasste, sogenannt otoplastische Gehörschützer verwendet werden. Modelle dieser Art bräuchten zwar etwas länger zum Einsetzen, seien aber nach einer gewissen Eingewöhnung durchaus verträglich, meinte Waldmann. Georg von Arx: Zum Musizieren braucht es ein gutes Gehör Der Oltener Augenarzt Georg von Arx explizierte die häufigsten Sehprobleme, mit denen auch Musiker zu kämpfen haben. Die Palette reicht von Refraktionsproblemen, das heisst Sefehlern – Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Altersichtigkeit, Astigmatismus – über Trübungen der Linse und des Glaskörpers bis hin zu Störungen der Augenbeweglichkeit, Netzhauterkrankungen, Glaukomen, Entzündungen im Hirn, Durchblutungsstörungen, Tumoren oder der sogenannten okulären Myasthenie, einer häufig nicht erkannten Muskelkrankheit. Die Augen von Orchestermusikern, deren Blick rasch vom Dirigent auf detailreiche Noten und das eigene Instrument wechselt, sind je nach Instrument unterschiedlich gefordert. Das Spielen von Blasinstrumenten kann wegen des Atemdruckes im Kopf zum Beispiel zu für diese Instrumentengattungen typischen Sehtrübungen führen. Suboptimale Verhältnisse inklusive schlechter Beleuchtung führen überdies zu Fehlhaltungen, die wiederum Folgeprobleme beim Sehen mit sich bringen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Anpassungsfähigkeit des Sehapparates zusätzlich ab. Universal-Gleitsichtgläser entsprechen den Anforderungen beim Musizieren in der Regel nicht, erklärt Ott. Alleine das Lesen der Noten stellt hohe Anforderungen: Feine Details wie Versetzungszeichen, Anmerkungen mit Bleistift fordern das Auge. Das grösste Sehfeld nehmen dementsprechend die eigenen Noten ein. Der entfernte Dirigent wird im Randfeld wahrgenommen. Dies alles muss bei der Konzeption einer Brille inidviduell berücksichtigt werden. Neben Brillen und Linsen erfreut sich heute die refraktive Chirurgie zunehmender Beliebtheit. Im Alter ist diese jedoch wenig geeignet, weil eine Laseroperationen das Auge auf bestimmte Sehdistanzen einstellt. Junge sind noch gut in der Lage, sich in Sachen Schärfeneinstellung an die Sehdistanz anzupassen. Im Alter wird das Auge starrer und bleibt auf eine bestimmte Distanzschärfe fixiert. Die aufwendigen Abklärungen sind nicht gratis. Musiker sollten beim Optiker dennoch darauf dringen, den entsprechenden Aufwand zu treiben, um wirklich befriedigende Lösungen zu finden. Die Krankenkasse übernimmt unter Umständen Kosten, wenn ein Augenarzt die Untersuchungen durchführt. Urs Schlumpf: Kopfhaltung und Nackenmuskulatur Der Luzerner Rheumatologe Urs Schlumpf zeigte auf, dass beim Zusammenspiel von Sehen, Hören und Fingern auch der Nackenbereich einer kritischen Beobachtung bedarf. Aufgrund seiner evolutionären Entwicklung ist der Kopf des Menschen rundum sehr beweglich. Er kann in alle Richtungen gedreht und geneigt werden. Dies hat allerdings seinen Preis. Der Kopf muss nämlich selbst in Ruheposition mit dauerndem Equilibrieren stabilisiert werden. Die hoch differenzierte Muskulatur, die dazu zur Verfügung steht, ist überaus anfällig für Störungen.
Symptome können da ebenfalls an andern Orten als dem eigentlichen Ursprung entstehen. Wenn Musiker über Schmerzen in den Armen klagen, sind deshalb möglicherweise Belastungen von sogenannten Triggerpunkten in der Halsmuskulatur die Ursache. Einen bedeutenden Einfluss haben überdies unter anderem der grosse Trapezmuskel, der sich über den ganzen Schultergürtel erstreckt, und die Kaumuskulatur. Letztere kann stark angespannt sein. Schmerzen entstehen so nicht nur in den Gelenken, sondern auch in den Muskeln selber. Allfällig auftretende Schmerzen dürfen keinesfalls bagatellisiert werden. Die im Sport vielzitierte Devise «No pain no gain» («Ohne Schmerz keine Fortschritte») ist in der Musik Unsinn. Irene Spirgi-Gantert: Funktionelle Dysphonie Darauf, dass Probleme der Haltung auch zu Stimmproblemen führen können, wies die Berner Physiotherapeutin Irene Spirgi-Gantert hin. Es gebe hier einen kausalen funktionellen Zusammenhang von Fehlhaltung, Fehlatmung und Fehlspannungen im Schultergürtel und Nackenbereich. Eine gesunde Kontrolle dieser Bereiche sei deshalb unerlässlich. Sportler seien sich dessen bewusst und gingen nie ohne Aufwärmen in den Wettkampf. Viele Musiker hingegen ignorierten das Warmmachen. Die an der Hochschule der Künste Bern tätige Fachfrau erklärte, eine dynamische Haltung sei fürs Musizieren wichtig. Im aufrechten Stand sollten die Knie deblockiert sein, was für Frauen mit ihrer Überbeweglichkeit in den Knien herausfordernder sei als für Männer. Der Brustkorb sei das Zentrum, in dem sich die Bewegungsimpulse versammelten. Der Schultergürtel könne nur entspannt sein, wenn der Brustkorb stabilisiert werde. Haltungs- und Stabilisierungsprobleme könnten in einem erstem Schritt mit passiven Massnahmen angegangen werden, etwa Entlastungsstellungen, in denen Gewicht abgegeben werden kann. Physiotherapeutisch sei es oft sinnvoll, spezifische Gebiet gezielt zu mobilisieren. Aktive Massnahmen können etwa der bewusste Aufbau einer dynamischen Haltung und die Aktivierung von Fuss- und Beinmuskulatur umfassen. Dabei könnten Hilfsmittel wie Schaukelbretter, auf denen dauernd das Gleichgewicht gehalten werden muss, eingesetzt werden. Abschliessende Fragen ans Podium In der Diskussion wurde bedauert, dass die im Symposiums-Thema angesprochene Koordination von Auge, Gehör und Stimme nicht wirklich spürbar war. Die SMM-Präsidentin Pia Bucher erklärte, dies wäre Inhalt eines Referates des Neuropsychologen Lutz Jäncke gewesen, der seine Teilnahme grippebedingt allerdings kurzfristig absagen musste. Ein weiterer Teilnehmer wollte wissen, ob es, wie immer wieder kolportiert werde. möglich sei dass das Auge durch den blossen Gebrauch geschädigt werde. Dies wurde von den Referenten eindeutig verneint. Gebrauch mache das Auge einfach müde, geschädigt werden könne es nur aufgrund mechanischer oder chemischer Einwirkung.
Auch die Lärmbelastungen in Diskotheken und beim Musikhören mit MP3-Playern wurde angesprochen. Der Suva-Vertreter erklärte, es gebe dazu in der Schweiz eine Schall- und Laserverordnung mit zulässigen Werten. Die Lautstärke von MP3-Spielern lasse sich aber praktisch nicht begrenzen. Entsprechende Softwaremassnahmen würden von findigen Hackern in kurzer Zeit ausser Gefecht gesetzt. Das Problem sei, dass Musik erst über einem Pegel von 93 Dezibel die Adrenalinproduktion angerege und zu einem «Kick» führe und die Besucher eines Lokals dehalb auf einer solchen Beschallung bestünden. Eine Teilnehmerin wollte überdies wissen, ob es möglich sei, das Ohr mit gezielter Schulung wieder zu verbessern, wenn es nachlasse. Auf dem Podium war man sich einig, dass solche Methoden, wie sie namentlich unter dem Schlagwort der Tomatis-Therapie angeboten werden, jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren. Hörverlust sei physiologisch irreversibel. (wb)
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| 7. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Musik-Medizin, 24. Oktober 2009, Marianischer Saal Luzern. | |||||||||||||||||



