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Britten: Orchestral Works

12.10.2013 — An den 100. Geburtstag von Benjamin Britten (1913–1976) erinnert das Label EMI Classics mit einer repräsentativen Auswahl aus seinen Orchesterwerken. Die Einspielungen aus dem Backkatalog – sie stammen aus den Achtziger- und Neunzigerjahren mit Ausnahme des 1977 aufgenommenen Violinkonzerts – haben keine Patina angesetzt, weder an künstlerischem Rang noch an aufnahmetechnischer Brillanz eingebüsst.

12.10.2013 — An den 100. Geburtstag von Benjamin Britten (1913–1976) erinnert das Label EMI Classics mit einer repräsentativen Auswahl aus seinen Orchesterwerken. Die Einspielungen aus dem Backkatalog – sie stammen aus den Achtziger- und Neunzigerjahren mit Ausnahme des 1977 aufgenommenen Violinkonzerts – haben keine Patina angesetzt, weder an künstlerischem Rang noch an aufnahmetechnischer Brillanz eingebüsst.

Die acht CDs versammeln für den künstlerischen Werdegang des Briten repräsentative Werke in Kammer- und Sinfonieorchester-Besetzung, zudem vier Instrumentalkonzerte (Klavierkonzert op. 13 in einer Live-Einspielung, Violinkonzert op. 15 mit Ida Haendel, die Cello Symphony op. 68, die Diversions op. 21 für Klavier linke Hand, komponiert für Paul Wittgenstein, und die Scottish Ballad op. 26 für zwei Klaviere und Orchester).

Zwischen den Opera 1 (Sinfonietta von 1932) und 90 (Suite on English Folk Tunes von 1974) finden sich so gewichtige und für Brittens einerseits konventionellen, tonal basierten, wie andrerseits gemässigten Experimenten offenen Stil typische Werke wie die Sinfonia da Requiem, The Young Person’s Guide to the Orchestra, die Variationen über ein Thema seines Kompositionslehrers und kritischen Mentors Frank Bridge, die Four Sea Interludes and Passacaglia from «Peter Grimes», die Sinfonische Suite aus «Gloriana». Dazu einige Kompositionen, in denen Britten der Musik des Barocks und Rossinis, elisabethanischen Tänzen und englischen Volksliedern seine Reverenz erweist. Das mit zwei Stunden Dauer umfangreichste Opus dieser Kompilation ist das dreiaktige Ballett «The Prince of the Pagodas» (1956), das John Cranko choreografierte.

Zu bewundern gilt es Brittens durchwegs effektvoll instrumentierten, oft äusserst virtuosen Orchestersatz, der von zarten Stimmengeweben bis zu plakativ auftrumpfenden Tutti eine reiche Palette von Möglichkeiten ausforscht, die differenzierten Partituren für die Soloinstrumente sowohl in den Konzerten wie in den sinfonischen Sätzen, die bildhafte Atmosphäre, die Vielseitigkeit der Formen, die ausladenden, stets bis ins Detail kontrollierten Strukturen, die nuancenreichen Klangfarben… (ws)

Benjamin Britten: Orchestral Works. – Leif Ove Andsnes, Peter Donohoe, Philip Fowke (Klavier), Ida Haendel (Violine), Steven Isserlis (Cello). – Royal Liverpool Philharmonic Orchestra (Dirigenten: Libor Pesek, Takuo Yuasa), City of Birmingham Symphony Orchestra (Sir Simon Rattle, Paavo Järvi), Bornemouth Symphony Orchestra (Paavo Berglund), City of London Sinfonia (Richard Hickox), Minnesota Orchestra (Sir Neville Marriner), London Sinfonietta (Oliver Knussen), Britten Sinfonia (Daniel Harding), English Chamber Orchestra (Sir Alexander Gibson), Scottish Chamber Orchestra (Steuart Bedford), Norwegian Chamber Orchestra (Iona Brown). – EMI Classics 9 78160 2; 8 CDs. Booklet engl./dt./frz.

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