14.02.2014 — Der bulgarische Komponist Nikolai Badinski ist 1976 in den Westen geflohen. Dabei ist die Partitur seines zweiten Violinkonzertes verlorengegangen. Erst später, sehr viele Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind die Noten wiederaufgefunden worden. Nun kommt es nach vierzig Jahren zur Uraufführung — in China.
14.02.2014 — Der bulgarische Komponist Nikolai Badinski ist 1976 in den Westen geflohen. Dabei ist die Partitur seines zweiten Violinkonzertes verlorengegangen. Erst später, sehr viele Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind die Noten wiederaufgefunden worden. Nun kommt es nach vierzig Jahren zur Uraufführung — in China.
Das Konzert ist Teil einer Violinkonzert-Trilogie und etwa zeitgleich mit dem Badinskis 3. Violinkonzert entstanden. Uraufgeführt wird es nun am 14. März 2014 in Xiamen (China), vom Xiamen Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Fu Renchang. Die Geige spielt Zhi-Jong Wang.
Der 1937 in Sofia geborene Badinski ging 1962 nach Berlin (DDR) wo er Meisterschüler von Rudolf Wagner-Régeny (Komposition) an der Akademie der Künste Berlin wurde. 1976 wurde er als Dissident gezwungen, unter Lebensgefahr von Ost- nach West-Berlin zu flüchten. Dabei musste er sein ganzes Hab und Gut im Osten zurücklassen; mehrere eigene Kompositionen sind dabei verloren gegangen. In der Folge nahm er mehrmals an den Darmstädter Kursen für Neue Musik teil. (cf)