19.03.2014 — Reisende Musiker erleben ja so einiges, auch der amerikanische Kirchenorganist Cameron Carpenter, der mit einem spektakulären eigenen Instrument auf Welttournee ist: Er durfte für Konzerte in Birmingham nicht nach Grossbritannien (GB) einreisen. Am Flughafen der englischen Stadt wurde er nach Berlin zurückgeschickt. Neue GB-Einreisebestimmungen machen aber nicht nur ihm zu schaffen.
19.03.2014 — Reisende Musiker erleben ja so einiges, auch der amerikanische Kirchenorganist Cameron Carpenter, der mit einem eigenen spektakulären Instrument auf Welttournee ist: Er durfte für Konzerte in Birmingham nicht nach Grossbritannien (GB) einreisen. Am Flughafen der englischen Stadt wurde er nach Berlin zurückgeschickt. Neue GB-Einreisebestimmungen machen aber nicht nur ihm zu schaffen.
Auslöser für den Vorfall sind laut der International Artist Managers’ Association (IAMA) neue Einreisebestimmungen, die seit April 2012 gelten. Alle reisenden Künstler ohne Visum müssen beweisen, dass sie zu einem Auftritt eingeladen sind und das Land spätestens nach 30 Tagen wieder verlassen. Dazu gibt es eine sogenanntes Certificate of Sponsorship (CoS).
Die damit verbundenen bürokratischen Hürden, mit denen offenbar nicht allen britischen Einreisebeamten souverän umgehen, haben bereits anderen Schwierigkeiten bereitet. Einreseverzögerungen gab es etwa für die Bratscherin des Takacs Quartet, Mitglieder des New Zealand String Quartet oder den Opernregisseur Theodore Huffman, die vor einer Einreise teils längere Wartezeiten oder Umwege in Kauf nehmen mussten. Es sei nun allerdings das erste Mal, dass einem prominenten Musiker die Einreise überhaupt nicht gelungen ist, schreibt die IAMA. (cf)