Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Eine Stradivari-Viola für 45 Millionen Dollar?

27.03.2014 — Von den Bratschen, die Stradivari verfertigt hat, sind heute noch zehn Stück vorhanden. Umso ungewöhnlicher ist es, wenn eine davon zum Kauf angeboten wird. Dass die Auktionshäuser Sotheby’s und Ingles & Hayday einen schwindelerregenden Preis um 45 Millionen Dollar ins Gespräch bringen, ist deshalb zumindest kühn, aber verständlich.

27.03.2014 — Von den Bratschen, die Stradivari verfertigt hat, sind heute noch zehn Stück vorhanden. Umso ungewöhnlicher ist es, wenn eine davon zum Kauf angeboten wird. Dass die Auktionshäuser Sotheby’s und Ingles & Hayday einen schwindelerregenden Preis um 45 Millionen Dollar ins Gespräch bringen, ist deshalb zumindest kühn, aber verständlich.

 

Bei dem Instrument handelt es sich um die 1719, während der Goldenen Periode des italienischen Meisters gebaute «Macdonald»-Stradivarius.  Ihren Namen hat sie von Godfrey Bosville, dem dritten Baron Macdonald, der sie 1820 erworben hatte. 1964 übernahm sie Peter Schidlof, der Bratscher des Amadeus Quartetts. Er starb 1987.

 

Die Bratsche wird heute in New York dem Publikum präsentiert. Am 4. April kann sie in Hong Kong begutachtet werden. Am 15. April gibt es in Paris eine Medienpräsentation. Würde die Preisvorstellung der Auktionäre von 45 Millionen Dollar Realität, dann würde die Viola ein Vielfaches des bisher höchsten Erlöses für ein Instrument erzielen. Den gegenwärtigen öffentlich  bestätigten Rekord hält die Lady-Blunt-Stradivari, die 2011 für 14 Millionen Franken den Besitzer wechselte. (cf)

Schreibe einen Kommentar