26.05.2014 — Das Kammerorchester Basel (KOB) baut in der kommenden Saison seine Aktivitäten in Basel und der Region aus. So wird es etwa neu unter dem Titel «Kostproben» im Volkshaus Basel Einblicke in die Schaffensprozesse des KOB geben. Zum Start in die neue Saison schliesst es seinen Beethoven-Zyklus mit der Neunten Sinfonie unter der Leitung seines ständigen Gastdirigenten Giovanni Antonini ab.
26.05.2014 — Das Kammerorchester Basel (KOB) baut in der kommenden Saison seine Aktivitäten in Basel und der Region aus. So wird es etwa neu unter dem Titel «Kostproben» im Volkshaus Basel Einblicke in die Schaffensprozesse des KOB geben. Zum Start in die neue Saison schliesst es seinen Beethoven-Zyklus mit der Neunten Sinfonie unter der Leitung seines ständigen Gastdirigenten Giovanni Antonini ab.
Begegnung mit Literatur verspricht die Kooperation mit den «Wintergästen», die an unterschiedlichen Orten der Region zu Gast sein werden. Daneben wird die Reihe «Nachtklang», Konzerte zu später Stunde im Ackermannshof, weitergeführt. Sie ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Programms geworden. Zwei Konzerte im Stadtcasino Basel führt das KOB wie bisher mit der AMG durch. Darüber hinaus ist es im Rahmen der Martinů Festtage zu hören.
Weitere programmatische Höhepunkte der Saison sind Bohuslav Martinůs Konzert für Streichquartett und Orchester mit dem Juilliard String Quartet, die erste Begegnung mit dem türkischen Pianisten Fazil Say und dessen Klavierkonzert «Silk Road» sowie die Schweizer Erstaufführung von Heinz Holligers «Janus». Besonders pflegen wird das Kammerorchester Basel die Musik des frühen 18. Jahrhunderts, mit einem Opern-Pasticcio und der jungen Sopranistin Julia Lezhneva und mit dem Weihnachtsoratorium unter der Leitung der Konzertmeisterin Julia Schröder.
In Zusammenarbeit mit dem gare des enfants entsteht eine Neu-Inszenierung mit Kindern unter der Leitung der Schattenspielerin Adelheid Kreisz von Bohuslav Martinůs stark vom Jazz beeinflusster Kurz-Oper «Küchenrevue». Einen Versuch macht das KOB mit dem Format «Klassenzimmerstück»: Es geht in Klassenzimmer der Region und lädt die Schüler ein, sich unmittelbar am musikalischen Geschehen zu beteiligen.
Insgesamt konzertiert das Kammerorchester Basel in der neuen Saison mit etwa 70 Konzerten ausserhalb seiner Heimatstadt Basel, darunter befindet sich das Concertgebouw Amsterdam ebenso wie der Musikverein Wien, das Konzerthaus Dortmund, Cité del la musique und Théatre des Champs-Elysées Paris, Aix-en-Provence, Madrid, die Tonhalle Zürich, das KKL Luzern und weitere. Zum zweiten Male führt eine Einladung das Basler Ensemble nach Südamerika. Zusammen mit Giovanni Antonini und Sol Gabetta gastiert das Orchester in Montevideo, Buenos Aires und São Paulo.
Die acht Abonnements-Konzerte in der Saison 13|14 in Basel werden etwa 7000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen können. Das entspreche einer Besucherzahl in Höhe von 875 pro Konzert bei acht Konzerten, schreibt das KOB. Bei einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 5 Millionen Franken in der Saison 14/15 liege der Eigenfinanzierungsgrad bei etwa 86 Prozent und damit geringfügig niedriger als im Vorjahr. Die öffentlichen Gelder der beiden Kantone machen etwa 14 Prozent am Gesamtvolumen aus. Angestrebt werde mittelfristig ein Eigenfinanzierungsgrad von 70 Prozent bei öffentlichem Subventionsanteil von 30 Prozent.
Damit könnten die Fixkosten gedeckt werden und die Betriebs-Strukturen auf eine sichere Basis gestellt werden, so das KOB weiter. Nicht zuletzt sei es das Ziel, die Musikerhonorare auf ein mit anderen professionellen Orchestern in der Schweiz vergleichbares Niveau zu erhöhen. Die beiden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben ihre Subventionen für das KOB erhöht, insgesamt um 210’000 Franken auf 770’000 Franken. (cf)
Das vollständige Programm: www.kammerorchesterbasel.ch