18.06.2014 — Die New Yorker Met wird eine Aufführung von John Adams Death of Klinghoffer nicht wie vorgesehen weltweit übertragen. Sie reagiert damit auf Befürchtungen, das Werk könne antisemitische Tendenzen schüren. John Adams selber ist empört.
18.06.2014 — Die New Yorker Met wird eine Aufführung von John Adams Death of Klinghoffer nicht wie vorgesehen weltweit übertragen. Sie reagiert damit auf Befürchtungen, das Werk könne antisemitische Tendenzen schüren. John Adams selber ist empört.
Thema der Oper ist die Ermordung des jüdisch-amerikanischen Leon Klinghoffer im Jahr 1985 auf dem entführten Kreuzfahrtschiff Achille Lauro durch palästinensische Terroristen. Met-General-Manager Peter Gelb erklärte, sein Haus habe hunderte von E-Mails erhalten, mit der Bitte auf die Ausstrahlung zu verzichten, weil die Oper antijüdische Gefühle schüren könnte.
In einer eigenen Erklärung schreibt Adams, die Entscheidung der Met sei zutiefst bedauerlich. Sein Werk propagiere in keiner Art Gewalt oder Antisemitismus. Die Entscheidung gehe weit über eine Verletzung der künstlerischen Freiheit hinaus und sei gerade Ausdruck einer Intoleranz, die die Met-Verantwortlichen damit zu bekämpfen vorgäben. Auch in der internationalen Presse wird die Absage sehr kritisch kommentiert. (cf)