Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Kunst sorgt für bessere Lebensqualität von Dementen

31.07.2014 — Was für die Musiktherapie mittlerweile unbestritten sein dürfte, wird nun vom Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Städel Museum auch für die Kunstvermittlung erforscht: Ihr sinnvoller Einsatz in der Arbeit mit Dementen.

31.07.2014 — Was für die Musiktherapie mittlerweile unbestritten sein dürfte, wird nun vom Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Städel Museumauch für die Kunstvermittlung erforscht: Ihr sinnvoller Einsatz in der Arbeit mit Dementen.

 

Das Artemis-Projekt, das von den Partnern durchgeführt wird, ist eine deutschlandweit erste Studie zur interaktiven Kunstvermittlung bei Demenz im Museum. Die Idee brachte der Psychologe Arthur Schall, der auch Kunstgeschichte studiert hat, vor zwei Jahren von einer Konferenz in Vancouver mit. Dort berichteten amerikanische Kollegen über thematische Gruppenführungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Museum of Modern Art in New York.

 

Es zeigten sich unter anderem Steigerungen des Selbstwertgefühls und Verbesserungen der Stimmung und des situativen Wohlbefindens der Teilnehmer.

 

Die Zielgruppe sind Menschen mit leichter bis mittelgradiger Demenz und ihre nahestehenden Angehörigen. In Gruppen von zwölf Teilnehmern besuchen sie einmal wöchentlich an sechs Terminen das Städel-Museum. Auf eine etwa einstündige thematische Führung durch eigens geschulte Kunstvermittler des Museums folgt bei jedem Besuch kreative Atelierarbeit. Vor und nach dem Museumsbesuchs werden in einer Kurzbefragung Daten zur Stimmung und zum Gedächtnis der Menschen mit Demenz erhoben. (cf)

 

Schreibe einen Kommentar