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Royal Concertgebouw Orchestra existentiell bedroht

05.09.2014 — Das Royal Concertgebouw Orchestra hat ein strukturelles Defizit eingefahren und erklärt, es werde seinen Betrieb spätestens 2016 einstellen müssen, wenn keine zusätzlichen Finanzquellen erschlossen werden können.

05.09.2014 — Das Royal Concertgebouw Orchestra hat ein strukturelles Defizit eingefahren und erklärt, es werde seinen Betrieb spätestens 2016 einstellen müssen, wenn keine zusätzlichen Finanzquellen erschlossen werden können.

 

Gemäss dem Geschäftsbericht für das Jahr 2013 ist es dem Orchester nicht mehr möglich, einerseits Löhne und Soziakosten, andererseits Konzerteinnahmen ins Gleichgewicht zu bringen. Fürs Berichtjahr resultierte deshalb trotz künstlerischen Erfolgen ein Defizit von 863’461 Euro.

 

Eine Erhöung der Eintrittspreise scheint keine Option zur Sanierung der Finanzen, hat das Orchester doch bereits die höchsten Ticketpreis in Europa. Zudem sollen sich Sponsoren angesichts der unsicheren Lage zurückziehen. Laut dem Orchester scheint Hilfe der öffentlichen Hand deshalb die einzige Option zur Sicherung seiner Existenz. Die Zuschüsse sind laut einem Bericht des australischen Fachmagazins Limelight im Gegensatz zu denjenigen anderer Orchester in Holland bereits in den letzten Jahren erhöht worden.

 

Erschwert wird die Planung durch den angekündigten Rücktritt des bisherigen musikalischen Leiters Mariss Jansons, der auch die künstlerische Zukunft des Ensembles im Ungewissen lässt. (cf)  

   

 

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