02.10.2014 — Neurobiologen der Ludwig-Maximilians-Universität München haben nachgewiesen, dass auch tieffrequenter Schall unter 100 Hertz vom menschlichen Innenohr wahrgenommen wird und dort kleinste mechanische Reaktionen auslöst.
02.10.2014 — Neurobiologen der Ludwig-Maximilians-Universität München haben nachgewiesen, dass auch tieffrequenter Schall unter 100 Hertz vom menschlichen Innenohr wahrgenommen wird und dort kleinste mechanische Reaktionen auslöst.
Die Wissenschaftler spielten 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die über ein normales Gehör verfügen, über Ohrstöpsel eineinhalb Minuten lang einen niederfrequenten Ton von 30 Hertz vor. Die Lautstärke des vorgespielten Tons entsprach 80 Dezibel. Um die Effekte zu messen, nutzten die Forscher die sogenannten spontanen otoakustischen Emissionen des Innenohrs (SOAEs). Das sind sehr leise Töne, die das gesunde Innenohr laufend selbst produziert, auch wenn es gerade kein Geräusch wahrnimmt.
Spielten die Wissenschaftler den Probanden den Ton von 30 Hertz vor, dann reagierten die SOAEs mit langsamen, gleichförmigen Schwankungen auf das Geräusch, die noch zwei Minuten lang anhielten, nachdem der Ton schon wieder ausgeschaltet war. (cf)
Originalpublikation:
Kathrin Kugler, Lutz Wiegrebe, Benedikt Grothe, Manfred Kössl, Robert Gürkov, Eike Krause and Markus Drexl:
Low-frequency sound affects active micromechanics in the human inner ear, In: Royal Society Open Science,
rsos.royalsocietypublishing.org/content/1/2/140166