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Netrebko verweigert sich Münchner «Manon»

04.11.2014 — Die Sopranistin Anna Netrbko kann wenig anfangen mit der Regie von Hans Neuenfels zu Puccinis «Manon Lescaut». Sie hat deshalb kurz vor der Premiere der entsprechenden Produktion der Bayerischen Staatsoper in München den Bettel hingeschmissen.

04.11.2014 — Die Sopranistin Anna Netrbko kann wenig anfangen mit der Regie von Hans Neuenfels zu Puccinis «Manon Lescaut». Sie hat deshalb kurz vor der Premiere der entsprechenden Produktion der Bayerischen Staatsoper in München den Bettel hingeschmissen.

 

Laut lokalen Presseberichten haben «unterschiedliche Auffassungen des Werks» zum Rückzug der Sängerin geführt. Der Intendant Nikolaus Bachler nimmt den Eklat gelassen. Die Staatsoper sei dafür bekannt, «erstklassige musikalische Qualität mit spannenden, mutigen Regieansätzen zu verbinden», zitiert ihn die Deutsche Presseagentur. Dass in Einzelfällen künstlerische Konstellationen nicht funktionierten, komme vor.

 

In Neuenfels‘ Regiekonzept spielen «das Beobachtet-Sein der beiden Liebenden von aussen und die Blicke und Anforderungen der Gesellschaft eine wesentliche Rolle in der Charakterisierung der Hauptfiguren». Mit dieser Sichtweise habe sich Netrebko offenbar nicht anfreunden können. Die bekannteste Regiearbeit von Neuenfels dürfte seine Lohengrin-Inszenierung mit Laborratten sein, die 2010 in Bayreuth einen Skandal provozierte.

 

Anstelle von Anna Netrebko wird in München die lettische Sängerin Kristine Opolais an der Seite von Jonas Kaufmann die Titelpartie übernehmen. (cf)

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