25.11.2014 — Die Wiener Philharmoniker haben eine Valse triste des finnischen Komponisten Jan Sibelius aus dem Programm ihres Neujahrkonzerts 2015 gekippt, weil der zuständige Verlag inakzeptable Forderungen gestellt habe. Letzterer erklärt sich nun in einer Medienmitteilung. Er weist den Vorwurf zurück.
25.11.2014 — Die Wiener Philharmoniker haben eine Valse triste des finnischen Komponisten Jan Sibelius aus dem Programm ihres Neujahrkonzerts 2015 gekippt, weil der zuständige Verlag inakzeptable Forderungen gestellt habe. Letzterer erklärt sich nun in einer Medienmitteilung. Er weist den Vorwurf zurück.
Der Verlag Breitkopf & Härtel schreibt, er habe «ein erstes, bereits moderates Angebot unterbreitet und dieses Angebot in Anerkennung des besonderen kulturellen Aspekts, der im Neujahrskonzert durch die Eröffnung des Sibelius-Jahres gegeben war, noch einmal stark reduziert, ohne dass dies zu einer Einigung geführt hatte».
Verhandlungsgegenstand sei lediglich das vom Verlag beanspruchte Lizenzentgelt für das Filmverwendungsrecht (das sogenannte «Synchronization Right») gewesen. Die Rechte zur öffentlichen Aufführung und zur Sendung (im Hörfunk, Fernsehen und so weiter) würden im Falle der Valse triste von Verwertungsgesellschaften wahrgenommen. Sie seien somit nicht Gegenstand des Vertragsangebots von Breitkopf & Härtel gewesen.
Auch Mietentgelte für das Notenmaterial wären nicht angefallen, da die Noten ausschliesslich käuflich zu erwerben seien und in Deutschland und Österreich der Preisbindung unterlägen. (cf)