16.03.2015 — Der Trompeter Wynton Marsalis und weitere Repräsentanten des New Yorker Jazz at Lincoln Center haben wegen politischer Spannungen Auftritte mit dem Simon Bolivar Orchestra in Venzuela platzen lassen. Sie befürchteten politische Vereinnahmung.
16.03.2015 — Der Trompeter Wynton Marsalis und weitere Repräsentanten des New Yorker Jazz at Lincoln Center haben wegen politischer Spannungen Auftritte mit dem Simon Bolivar Orchestra in Venzuela platzen lassen. Sie befürchteten politische Vereinnahmung.
Laut internationalen Medienberichten hat Marsalis erklärt er sehe Jazz als «starkes Mittel, um Leute über kulturelle und geographische Grenzen hinaus zusammenzubringen». Sobald seine Arbeit aber politisiert werde, seien die Grundbedingungen dafür nicht mehr gegeben.
Marsalis hätte seine Swing Symphony mit dem Simon Bolivar Orchestra unter der Leitung von Diego Matheuz in Caracas zu Gehör bringen sollen. Zudem waren Workshops im Rahmen des El-Sistema-Netzwerks vorgesehen gewesen. Greg Scholl, der Geschäftsführer des Jazz at Lincoln Center bedauerte den Rückzieher. Die Auftritte, auf die dwegen der aktuellen politischen Spannungen zwischen Venezuela und den USA verzichtet würden, sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. (cf)