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Kulman will keine szenischen Opern mehr singen

15.04.2015 — Es sei die schwerste Entscheidung ihres Lebens gewesen, schreibt die Sängerin Elisabeth Kulman. Sie habe ihre Agenten und die Intendanten gebeten, sämtliche Verpflichtungen für szenische Opern aufzulösen. Die Mezzosopranistin will ihre sängerische Tätigkeit in Zukunft auf das Konzertpodium beschränken.

15.04.2015 — Es sei die schwerste Entscheidung ihres Lebens gewesen, schreibt die Sängerin Elisabeth Kulman. Sie habe ihre Agenten und die Intendanten gebeten, sämtliche Verpflichtungen für szenische Opern aufzulösen. Die Mezzosopranistin will ihre sängerische Tätigkeit in Zukunft auf das Konzertpodium beschränken.

 

Elisabeth Kulman blickt laut d offiziellen Pressemitteilung «auf ihre Opernbühnenkarriere mit Freude und Dankbarkeit zurück». Sie hoffe, für ihre persönliche Entscheidung Verständnis zu finden, und freue sich auf viele künstlerischen Begegnungen bei konzertanten Projekten.

 

Das Opernbusiness sei ein riesiger Betrieb, schreibt Kulman in einem Offenen Brief, der kreative Spielraum des einzelnen relativ klein. Als Künstlerin gehe es ihr aber gerade um die eigene Kreativität, den persönlichen Ausdruck, die Individualität. Sie habe für sich persönlich herausgefunden, «dass ich mein kreatives Potential am besten zur Entfaltung bringen kann, wenn ich nach meinen eigenen Regeln arbeiten kann und mich nicht fremden Strukturen unterordnen muss».

 

Deshalb will sie ihre Entscheidung nicht als allgemeine Kritik am heutigen Opernbetrieb verstandn wissen, sondern schlicht als Erkenntnis der Inkompatibiltät mit ihrer Persönlichkeitsstruktur. (cf) 

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