19.05.2015 -- Der Dirigent und Musikwissenschaftler Benjamin-Gunnar Cohrs hat im Archiv des Stiftes St. Florian handschriftliche Materialien zu Bruckners Sechster Sinfonie entdeckt, die bislang als verschollen galten.
Beitrag veröffentlicht im Mai 2015
19.05.2015 -- Jean-Pierre Rousseau, der Direktor der Musikabteilung von Radio France, verlässt seinen Posten per sofort. Laut dem luxemburgischen Fachmagazin Pizzicato ist er gefeuert worden.
19.05.2015 -- Das Innerschweizer Festival Zaubersee hat in Sachen Auslastung der Konzerte die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Bei den 10 Veranstaltungen sind rund 3500 Eintritte gezählt worden. Gegenüber den Vorjahren gab es mehr internationale Gäste. 4 Veranstaltungen waren ausverkauft und das Konzert in der Klosterkirche Engelberg war voll besetzt.
18.05.2015 -- Laut dem General-Anzeiger Bonn sind sich in Bonn die Musiker des Beethoven Orchesters und die Findungskommission auffallend uneinig über die Nachfolge von Stefan Blunier als Generalmusikdirektor der Stadt.
von Wolfgang Böhler

16.05.2015 – Das Bundesamt für Kultur (BAK) wählt zum zweiten Mal einen Empfänger (oder eine Empfängerin) des neugeschaffenen Schweizer Musikpreises. Es verteilt dabei ziemlich viel Geld, je 25‘000 Franken für eine Nomination. Bei 15 Nominierten sind dies 375‘000 Franken, wenn wir richtig gerechnet haben. Schon die Anerkennung einer Nomination ist damit höher dotiert als so manche andere gutbestallte Auszeichnung der Branche. Der Gewinner erhält mit 100‘000 Franken ungewöhnlich viel ins Kässeli, sogar im internationalen Vergleich (davon fliesst in Form von Steuern dann vermutlich wieder einiges zurück in die Staatsschatullen). International halten da bloss etwa der schwedische Polarpreis, der israelische Wolf-Preis, der amerikanische Grawememeyer Award, der japanische Praemium Imperiale und der neugeschaffene Warner-Music-Preis in vergleichbarer Höhe mit. Bloss der Ernst-von Siemens-Musikpreis (eine Viertelmillion Euro) setzt noch einen drauf. In der Schweiz können sich einen solchen Geldsegen gerademal die Bernburger mit ihrem ebenfalls mit 100‘000 Franken dotierten Kulturpreis leisten.
08.05.2015 – Es scheint etwas überraschend, wenn ein Georgisches Kammerorchester, das in Deutschland Exil gefunden hat, eine CD mit Musik Schweizer Komponisten auf den Markt bringt. Wie es auch dazu gekommen sein dürfte, wir nehmen es einfach einmal erfreut zur Kenntnis Das Ensemble ist 1964 in Tiflis als Georgisches Staatskammerorchester gegründet worden und residiert seit 24 Jahren im bayerischen Ingolstadt. Seine Mitglieder sind noch immer fast ausschliesslich Georgier oder Musiker mit Herkunft aus der früheren Sowjetunion, respektive aus Osteuropa. Geprägt haben es (wie es sich selber charakterisiert) unter anderem Dirigenten wie Yehudi Menuhin und Kurt Masur. Seit Anfang dieses Jahres wird es von dem Armenier Ruben Gazarian geleitet, dem Künstlerischen Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, nachdem die Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger, einem Brasilianer, aus was für Gründen auch immer, wenig erfreulich endete.
15.05.2015 -- Der Cellist Joel Krosnick zieht sich auf Ende der Saison 20115/16 aus dem Juilliard String Quartet zurück. Er war seit 1974 Mitglied des Ensembles und spielte 42 Saisons.
15.05.2015 -- Der vom Eurodistrict SaarMoselle ausgelobte Théodore-Gouvy-Preis 2015 geht an den 1987 geborenen kolumbianischen Komponisten Martín Rincón Botero für sein Orchesterwerk Planos y fondos. Das Werk ist von Elementen südamerikanischer Rhythmen geprägt.
15.05.2015 -- Der junge französische Cellist Edgar Moreau wird von der Arthur Waser Stiftung und dem Luzerner Sinfonieorchester (LSO) mit dem Arthur Waser Förderpreis ausgezeichnet. Der Preis, der 2015 zum zweiten Mal vergeben wird, ist mit 25‘000 Franken dotiert.
13.05.2015 -- Martin Kürschner, der derzeitige Prorektor für Lehre und Studium, ist zum neuen Rektor der Leipziger Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» (HMT) gewählt worden.