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Met verzichtet auf Otello-Blackfacing

06.08.2015 — Nach Chicago hat nun auch Met-Chef Peter Gelb erklärt, es werde an seinem Haus künftig keinen schwarz geschminkten Otello mehr geben. Was sich am Sprechtheater bereits durchgesetzt hat, scheint nun auch die konservativere Opernwelt zu bestimmen.

06.08.2015 — Nach Chicago hat nun auch Met-Chef Peter Gelb erklärt, es werde an seinem Haus künftig keinen schwarz geschminkten Otello mehr geben. Was sich am Sprechtheater bereits durchgesetzt hat, scheint nun auch die konservativere Opernwelt zu bestimmen.

 

Dei Tradition, den Mohr Otello in Verdis Oper von einem schwarz angemalten weissen Tenor singen zu lassen, scheint endgültig ausgedient zu haben. Das sogenannte «Blackfacing» hat in der Operntradition zwar nur sehr bedingt einen Zusammenhang mit der unseligen amerikanischen Bühnentradition der Lacherlichmachung von Schwarzen durch Weisse. Dennoch weckte es immer diese Konnotationen.

 

Ausgelöst worden war die Debatte von einer Broschüre zur aktuellen Otello-Inszenierung der Met, die den lettischen Sänger Aleksandrs Antonenko so präsentierte, als sei er Opfer einer Selbstbräunungs-Creme geworden. Gelb bezeichnete das Porträt in einem Interview nmt der Webseite hyperallergic.com selber als «Marketing-Fehlgriff». (cf)

 

 

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