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Demierre-Uraufführung in der Zürcher Tonhalle

06.11.2015 — Mit Demierres «No Alarming Interstice» bringt das Tonhalle-Orchester Zürich die erste von drei «Œuvres suisses»-Uraufführungen zu Gehör. Das Rahmenprojekt hat zum Ziel, neues Repertoire von zeitgenössischen Werken für Kammer- und Sinfonieorchester anzuregen.

06.11.2015 — Mit Demierres «No Alarming Interstice» bringt das Tonhalle-Orchester Zürich die erste von drei «Œuvres suisses»-Uraufführungen zu Gehör. Das Rahmenprojekt hat zum Ziel, neues Repertoire von zeitgenössischen Werken für Kammer- und Sinfonieorchester anzuregen.

 

«No Alarming Interstice» («keine bedenkliche Lücke») bezieht sich laut der Medienmitteilung des Tonhalle-Orchesters auf das Orchesterwerk «Marginal Intersection» von Morton Feldman (1926–1987) und ist dabei «gleichzeitig anagrammatisches Buchstabenspiel und semantisches Gegenbild». Musikalisch versuche Demierre dabei eine «Lücke» zu schliessen, die zwischen Feldmans Äusserungen zur grafischen Notation und dem Kult um dessen Musik klafft.

 

Feldman bezeichnete die Improvisation als (ungeliebtes) Ergebnis einer unbefriedigenden Interpretation seiner grafischen Notation, während die Szene experimenteller Improvisatoren in Feldman den Vater der eigenen Ideale sieht. Demierre, der selbst auf moderne grafische statt auf konventionelle Notation setzt, lädt über 60 Jahre nach Feldman zu einem neuen Klangexperiment ein.

 

Die Uraufführung steht im Kontext eines Gesamtprojektes von Pro Helvetia und orchester.ch, dem Verband Schweizerischer Berufsorchester. Elf Schweizer Orchester führen von 2014 bis 2016 je drei Werke von Schweizer Komponistinnen und Komponisten auf – allesamt Uraufführungen. Unter dem Label «Œuvres suisses» entsteht so innerhalb von drei Jahren ein neues Repertoire von zeitgenössischen Werken für Kammer- und Sinfonieorchester. (cf) 

 

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