26.01.2016 — Mit Joseph Weigls «Die Schweizer Familie» stellt das diesjährige Davos Festival eine zu ihrer Zeit sehr erfolgreiche Kammeroper neu zur Diskussion.
26.01.2016 — Mit Joseph Weigls «Die Schweizer Familie» stellt das diesjährige Davos Festival eine zu ihrer Zeit sehr erfolgreiche Kammeroper neu zur Diskussion.
«Die Schweizer Familie» wurde 1809 in Wien uraufgeführt, wo das Werk mehr als 200 Aufführungen erlebte. Das zwischen Mozarts «Zauberflöte» und Webers «Freischütz» verortete Singspiel war eine der beliebtesten deutschsprachigen Volksopern ihrer Zeit und erhielt den endgültigen Ritterschlag unter anderem durch Weigls Zeitgenossen Franz Schubert – er soll laut der Mitteilung des Davos Festivals «Die Schweizer Familie» zu seinen Lieblingsopern gezählt haben.
«Die Schweizer Familie» zählte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den meistgespielten Opern in Europa, Mit Verwechslungsszenen, eingängigen Melodien und der romantischen Verklärung der Schweizer Landschaft und ihrer Bewohner trug sie «massgeblich zu einer nachhaltigen Schweiz-Begeisterung in Europa» bei, schreibt das Festival weiter. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts verschwand sie aber von der Bühne. 2004 wurde die Oper nach langer Zeit wieder aufgeführt. Erstmalig soll beim 31. Davos Festival «Die Schweizer Familie» nun in einer eigenen Davoser Kammeroper-Fassung szenisch präsentiert werden.
Eine weitere Premiere gibt es 2016 mit dem Davos Festival Kammerchor: Zum ersten Mal findet im Vorfeld des Festivals vom 2. bis 6. Februar 2016 die Davos Festival Singwoche statt. (cf)