15.03.2016 –Der britische Komponist Sir Peter Maxwell Davies, der vom Avangardisten des 20. Jahrhunderts zum Master of the Queen’s Music mutierte, ist im Alter von 81 Jahren den Folgen einer Leukämieerkrankung erlegen.
15.03.2016 –Der britische Komponist Sir Peter Maxwell Davies, der vom Avangardisten des 20. Jahrhunderts zum Master of the Queen’s Music mutierte, ist im Alter von 81 Jahren den Folgen einer Leukämieerkrankung erlegen.
Sir Peter Maxwell Davies lebte laut seiner Biografie beim Verlag Boosey & Hawkes viele Jahre auf den Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands, wo auch die meisten seiner Kompositionen entstanden. Zu seinen wichtigsten Bühnenwerken gehören die Opern Taverner, The Martyrdom of St Magnus und The Doctor of Myddfai, das abendfüllende Ballet Salome sowie die Musiktheaterstücke Eight Songs for a Mad King, Miss Donnithorne’s Maggot und Vesalii Icones.
Maxwell Davies war auch als Dirigent tätig. Er war 10 Jahre lang Associate Conductor/Composer des Londoner Royal Philharmonic Orchestra sowie des BBC Philharmonic. Ebenso war er zwischen 1992 und 2000 als erster Komponist/Dirigent des BBC Philharmonic Orchestra tätig.
Seit 2000 hatte der Komponist sich besonders der Musik für Kammerbesetzungen und für Chor gewidmet, darunter Seven Skies of Winter (2003) für das Nash Ensemble und ein Streichtrio, das beim St Magnus Festival 2008 zur Uraufführung kam. Seit 2012 betreibt das Label Naxos ein umfangreiches Projekt, in dessen Rahmen die in den 1990er Jahren ursprünglich für Collins Classics entstandenen Aufnahmen des Komponisten (einschliesslich seiner Symphonien) neu herausgebracht werden.
1987 wurde Peter Maxwell Davies geadelt, und zwischen 2004 und 2014 war er Master of the Queen’s Music – eine Funktion, in der er die Rolle der Musik in Grossbritannien förderte und zahlreiche Werke für Königin Elisabeth II. zu offiziellen Anlässen schrieb. (cf)