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Bratschist verklagt Royal Opera House wegen Hörschäden

05.04.2016 — Der Bratschist Chris Goldscheider verklagt das Londoner Royal Opera House auf Schadenersatz. Das Haus habe 2012 während Proben zu Wagners «Die Walküre» mit zu lautem Blech sein Gehör ruiniert.

 

05.04.2016 — Der Bratschist Chris Goldscheider verklagt das Londoner Royal Opera House auf Schadenersatz. Das Haus habe 2012 während Proben zu Wagners «Die Walküre» mit zu lautem Blech sein Gehör ruiniert.

 

Die Blechbläser seien direkt hinter ihm im Orchestergraben platziert gewesen, gibt Goldscheider laut dem Fachmagazin The Strad an und der Lärmpegel habe Stärken bis 137 dB erreicht, was dem Sound eines startenden Jets entspreche. Der Schallpegel habe bei ihm zu einem akustischen Schock geführt. Er höre seither Alltagsgeräusche überlaut, und seine Karriere sei ruiniert. Goldscheider war seit 2002 Mitglied des Orchesters des Royal Opera House, zuvor war er Mitglied der Royal Liverpool Philharmonic und des BBC Symphony Orchestras.

 

 

Das Opernhaus lehnt jeder Verantwortung ab. Es habe auch an der fraglichen Probe korrekt für Gehörschutzmassnahmen gesorgt. Es handle sich allerdings um einen kompexen musikermedizinischen Fall, der zur Zeit differenziert verhandelt werde. (cf)

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