17.04.2018 — Ein Team der TU Berlin und der Goldsmiths University of London hat die Auswirkungen von Songtiteln auf die Bewertung von Musik untersucht – mit Hilfe von zwei Experimenten, in denen Versuchspersonen Musik vorgespielt wurde, die sie anschliessend bewerten mussten.
17.04.2018 — Ein Team der TU Berlin und der Goldsmiths University of London hat die Auswirkungen von Songtiteln auf die Bewertung von Musik untersucht – mit Hilfe von zwei Experimenten, in denen Versuchspersonen Musik vorgespielt wurde, die sie anschliessend bewerten mussten.
Im ersten Experiment unterschieden sich die Titel anhand ihrer flüssigen Aussprache. Die Ergebnisse zeigten, dass Teilnehmenden die Musik, die ihnen mit einem leicht auszusprechenden Titel vorgestellt wurde, nicht nur besser bewerteten, sondern dass sie das Lied auch eher Freunden empfehlen oder ein Konzert dieser Künstlerin oder dieses Künstlers besuchen würden.
In einem zweiten Experiment wurden die emotionalen Assoziationen der Songtitel manipuliert. Dieselben Musikstücke wurden mit positiven, negativen oder neutralen Titeln präsentiert. Wurde das identische Musikstück mit negativen Titeln belegt, massen die Versuchspersonen diesen Musikstücken auch einen geringen ästhetischen Wert bei. Bei den Erinnerungswerten war der Zusammenhang exakt umgekehrt: neutrale und negative Titel hatten die höchsten Erinnerungsquoten.
Originalartikel:
Names and titles matter: The impact of linguistic fluency and the affect heuristic on aesthetic and value judgements of music. Manuel Anglada-Tort and Jochen Steffens, Technische Universität Berlin; Daniel Müllensiefen, Goldsmiths, University of London. Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts, Apr 05, 2018. Mehr Infos: http://www.tu-berlin.de/?189466